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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Aufteilung der Steuerschuld



Tami
18.04.2007, 10:25
Hallo zusammen,
ich habe folgendes Problem: Unsere gemachte Steuerstattung erhält folgenden Vermerk: Über die Guthaben verrechnung erhalten sie eine gesonderte Mitteilung. Leider haben wir die noch nicht erhalten. Jetzt zum eigentlichen Problem: So wie es aussieht ist noch eine Schuld meines Mannes wg. Kindesunterhalt an eine Behörde zu begleichen. Obwohl hierbei eine Ratenvereinbarung getroffen wurde, gehe ich davon aus, dass das FA die Steuerrückzahlung direkt an die Behörde überweisen wird. Ist dies denn rechtens obwohl er eine Raten-Rückzahlung vereinbart hat und auch mtl. überweist????
Da ich mit dem offenen Kindesunterhalt nichts zu habe, wollte ich wissen ob es eine Aufteilung der Steuerschuld bzw. Erstattung gibt. Besteht die Möglichkeit, dass das FA meine Steuer Rückerstattung seperat verrechnet und nicht an die Behörde überweist ???? Denn schließlich habe ich auch das ganze Jahr gearbeitet und Steuern gezahlt. Deswegen stelle ich die Frage ob das FA das bei Zusammenveranlagung getrennt verrechnet.
Wer weiss Rat ????- Danke für eure antworten !!!

Balu
18.04.2007, 11:46
Als in juristischen Dingen unverdorbener Mensch würde ich sagen, dass der von Ihnen anteilig durch den Steuerabzug aufgebrachte Erstattungsbetrag nicht an den Gläubiger des Ehemannes ausgezahlt werden darf. Am besten mal den Bearbeiter beim Finanzamt anrufen und sich freundlich bei ihm erkundigen, wie die Geschichte weiter abläuft.

Tami
18.04.2007, 11:51
Vielen Dank an Balu für die schnelle antwort.
Werde mich mit dem FA in Verbindung setzten, mal sehen was mir der nette ;) Bearbeiter sagt.
Ich hab auch schon gegoogelt aber nicht wirklich einen Hinweis meines Problemes gefunden!

Danke !!!!

EAP-FAPE
18.04.2007, 12:15
Normaler weise müsste ein sog. Aufteilungsbescheid ergehen, wo ermittelt wird, welcher Erstattungsanspruch jedem Ehepartner zusteht.
Grundsätzlich sind Schulden von einem nicht beim anderen Einzutreiben, es sein es besteht eine bürgschaft oder ähnliches.

Tami
18.04.2007, 12:36
Nein, es besteht keine bürgschaft oder ähnliches.
Bekommt man den Aufteilungsbescheid vom Finanzamt, oder müsste ich den dort selbst beim FA beantragen ?! :confused:
Vielleicht erhalten wir ja in den nächsten Tagen noch mals einen Bescheid, denn die gesonderte Mitteilung wg. dem Guthaben (Verrechnung) haben wir auch noch nicht erhalten. Am besten ich warte diese Schreiben ab, und dann setzte ich mich wieder mit dem FA in Verbindung.

V. Liersee
18.04.2007, 12:45
Bei vereinbarter Ratenzahlung und entsprechend pünktlichen Zahlungen darf die entsprechende Behörde keine Pfändung veranlassen.
Solange Sie nicht die Abrechnungs- oder Erstattungsmitteilung haben bzw. vielleicht doch telefonisch in der Finanzkasse nachfragen, bleibt alles andere Spekulation.

[ 18. April 2007, 12:45: Beitrag editiert von: V. Liersee ]

Tami
18.04.2007, 13:09
Hallo V.Liersee und all die anderen die mir geantwortet haben.
Den Gedanken hatte ich auch schon, warum Pfänden, wenn doch jedes Monat pünktlich die Rate bei der Behörde eingeht. Dann hätte man ja keine Ratenvereinbarung treffen müssen.
Den Bescheid haben wir bereits am 14.04.07 erhalten, darin ist aber nicht ersichtlich an wen das Guthaben ausgezahlt wird. Ich vermute aber dass es die Kindergeld-Kasse ist, denn andere offene Zahlungen haben wir nicht.
Wie schon erwähnt werd ich jetzt das gesonderte Schreiben/Mitteilung abwarten hoffe dass es diese Woche noch eintrifft, und dann noch mal mit dem Finanzamt Kontakt aufnehmen. Wir haben zwar Zusammneveranlagung, aber es sind nicht meine Schulden. Somit würde mir doch ein Teil der Steuererstattung zustehen.

Picard777
19.04.2007, 10:32
</font><blockquote>Zitat:</font><hr />Original erstellt von EAP-FAPE:
Normaler weise müsste ein sog. Aufteilungsbescheid ergehen, wo ermittelt wird, welcher Erstattungsanspruch jedem Ehepartner zusteht.
Grundsätzlich sind Schulden von einem nicht beim anderen Einzutreiben, es sein es besteht eine bürgschaft oder ähnliches. </font>[/QUOTE]Ein Aufteilungsbescheid ist nicht möglich, da die dazugehörigen Paragrafen (§§ 268 ff. AO) nur zum Vollstreckungsverfahren gehören. Hier geht's aber um ein "reines" Guthaben.