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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fragen UST/ VORSTEUER und Verhalten...



juergenm
08.02.2006, 14:07
Hallo ich habe folgendes Problem:
Im Jahre 2004 machte ich 1000 EUR Umsatz und im Jahre 2005 ca 49000 EUR. somit bin ich noch unter die Kleinunternehmerregelung gefallen. Mein Steuerberater meinte die 50000 EUR gelten auch weiterhin in den daruaf folgende Jahren. Nun habe ich erfahren dass dies nicht so ist..ich habe im Januar schon 33000 EUR Umsatz gemacht und mit 50000 EUR gerechnet...wie verhalte ich mich nun mit der Ust/Vorsteueranmedlung und Rechnungsschreiben etc.? Der Umsatz ist ja bereits entstanden und ich habe keine Rechnung erstellt. Mein Hauptprblem ist dass ich im Geschäftsbereich Tickethandel bei ebay keine Vorsteuer abziehen kann..somit habe ich 16 bzw. 19% weniger Verdienst, oder? wei verhalte ich mich am besten? Würden Ausgaben für einkäufe von Artiklen, die ich 2006 einkaufe und 2007 verkaufe vom Umsatz abgezogen werden?
Vielen Dank für die Antwort!

Christian
09.02.2006, 13:30
Wechsel den Steuerberater! :eek:
Im Gesetz (§19 UStG) (http://bundesrecht.juris.de/ustg_1980/BJNR119530979BJNE003715301.html) steht eindeutig:
</font><blockquote>Zitat:</font><hr />Die für Umsätze im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 1 geschuldete Umsatzsteuer wird von Unternehmern, die im Inland oder in den in § 1 Abs. 3 bezeichneten Gebieten ansässig sind, nicht erhoben, wenn der in Satz 2 bezeichnete Umsatz zuzüglich der darauf entfallenden Steuer im vorangegangenen Kalenderjahr 17.500 Euro nicht überstiegen hat und im laufenden Kalenderjahr 50.000 Euro voraussichtlich nicht übersteigen wird.</font>[/QUOTE]Heißt umgekehrt: ist im Vorjahr (also z.B. 2005) der Jahresumsatz über 17.500 EUR, gilt die Kleinunternehmerregeulung nicht mehr.
Für bereits getätigte Umsätze hat man idR. Pech: man wird kaum von den Abnehmern noch zusätzlich die 16% verlangen können (es sei denn es sind Unternehmer, die selbst die Vorsteher abziehen können!); folglich müssen die 16% aus dem Entgelt herausgerechnet werden (Bruttoumsatz durch 1,16 = Nettoumsatz * 16% = Steuer). Das gilt unabhängig davon, ob eine Rechnung mit oder ohne USt ausgestellt wurde.

juergenm
09.02.2006, 16:04
Hi und danke!

Das Problem ist jedoch vor allem dass, das Tickets im einkauf (alos da wo ich einkaufe) keine MwSt ausgewiesen wird und ich glaube die meisten Tickets sind davon ausgenommen.
Somit kaufe ich z.b. 50 Tickets a 30 EUR und verkaufe diese bei ebay wieder für 50x 40 EUR. Wenn ich allerdings die 40 EUR nach der normalen Formel besteurn würde hätte ich 5,51 EUR UsT die ich nicht mehr wieder bekomme und dies mal 50.

Da ich durchaus 50000 EUR im Jahr machen kann würde ich ja draufzahlen da man nicht immer eine gute Spanne hat. des weiteren müsste ich bei obigen Artikel auch bei einem Verkaufspreis unter EKpries Steuer bezahlen, also absolut unrentabel.

Ich habe nun von der Differenzbesteuerung gehört. anscheinend ging es bis vor kurzem bei Eintrittskarten die Differenzbesteuerung anzuwenden. Die WM Karten wurden von der OFD Düsseldorf bzw. vom Staat ausgeklammert.
Gibt es denn keine anderen Gesetze etc um dies rechtmäßig zu machen bzw. fair gegenüber dem Steuerzahler?

Wie lange habe ich Zeit die Rechnungen nachzuschreiben und die USt zu melden? Bin ich da schon im Säumniszuschlagsbereich?
Angenommen ich würde das Ganze nicht gemerkt haben und das FA kommt nach der Steuererklärung im September. Dann müsste ich alles nachversteuern, oder? Würde mir wegen Falschberatung des Steuerberaters etwas passieren?

DANKE

tickethandel
04.03.2006, 12:24
:( Hallo liebe Steuerzahler und die,die es noch werden wollen bzw.müssen! eine Differenzbesteuerung ist beim wiederverkauf von eintrittskarten nicht möglich,das sagt dir jeder steuerberater bundesweit,der sich mal den §25a UstG. genau durchliest,daher verstehe ich nicht wie sich diverse ticketgroßhändler speziell in BW und NRW erlauben,immer noch diese Regelung anzuwenden und dies auch auf ihren Rechnungen so darstellen! Leider ist es so,das die Vorverkaufsstellen dir die MWST nicht ausweisen,du aber als wiederverkäufer sie komplett abführen musst,es sei denn du bist kleinunternehmer wie mittlerweile viele Firmen in BW,NRW oder Hessen,die ihren Höchstumsatz fürs Jahr komischerweise schon in einem monat überschreiten,oder die haben sich auf 10 verschiedenen Finanzämtern gleichzeitig als kleinunternehmer gemeldet,anders kann ich mir das Treiben,was speziell in Filderstadt,Essen und Düsseldorf vor sich geht,nicht mehr erklären!