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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kleingewerbe - Welche Belege braucht das Finanzamt, welche nicht?



Hakky
13.07.2007, 09:39
Hallo,
ich habe vor einem Jahr ein Kleingewerbe angemeldet und muss eine EÜR machen. Während sich die Anzahl der Posten bei den Betriebseinnahmen in Grenzen hält habe ich 400 verschiedene Posten für Ausgaben. Diese habe ich übersichtlich nach Ausgabenart in einer Tabelle zusammengefasst versehen mit Datum, Ort/Firma des Kaufs, Bezeichnung, Grund des Kaufs und Betrag Brutto und Netto. Meine Frage ist: Reicht dem Finanzamt zusammen mit den ausgefüllten Anlagen GSE und EÜR diese Tabelle als Nachweis oder muss ich etwa jeden der 400 Einzelbelege als Kopie beilegen...?
Oder reichen die Belege für die Dinge, die aufgrund ihres höheren Anschaffungswertes in die AfA gehen? :confused:

Aron
15.07.2007, 10:32
Der normale Bearbeiter im Finanzamt hat nicht die Aufgabe, eine Betriebsprüfung durchzuführen. Wenn man gewerbliche Einkünfte prüft, schaut man ob das ganze in der EÜR oder Bilanz sowie der Umsatzsteuererklärung schlüssig ist und "passt".

Kopien von teuren Anschaffungen - wenn der Gegenstand im Anlagevermögen aufgeführt ist, sehe ich dazu keine Notwendigkeit.

Es schadet auch nichts, wenn man sich in unsicheren Situationen einfach per Telefon an den Bearbeiter bei seinem Finanzamt wendet, ihm die Lage schildert und fragt: "Was braucht ihr alles?"

Die Auskünfte sind zwar unverbindlich, man hat dann aber zumindest eine Richtschnur.

[ 15. Juli 2007, 10:54: Beitrag editiert von: Aron ]

EAP-FAPE
17.07.2007, 21:03
Grundsätzlich sind dem FA die Einnahmeüberschussrechnung (Gewinnermittlung § 4 Abs 3 EStG) vorzulegen. Diese sollte möglichst detalliert sein (Einnahmen nach Monaten, Ausgaben nach Gruppen z.B. Wareneinkauf, Porto, etc.)
Die Belege hierzu sollten 10 Jahre aufbewahrt werden.
Auf Verlangen des FA sind die Belege auch im Einzelnen vorzulegen (§§ 88,90 der Abgabenordnung [AO]).

Christian
25.07.2007, 13:11
</font><blockquote>Zitat:</font><hr />Original erstellt von EAP-FAPE:
Grundsätzlich sind dem FA die Einnahmeüberschussrechnung (Gewinnermittlung § 4 Abs 3 EStG) vorzulegen. Diese sollte möglichst detalliert sein (Einnahmen nach Monaten, Ausgaben nach Gruppen z.B. Wareneinkauf, Porto, etc.)
</font>[/QUOTE]Nicht ganz korrekt: Es reicht vollkommen aus, die Anlage EÜR auszufüllen (die kann man auch freiwillig abgeben!). Hierbei werden die Einnahmen als Jahressumme eingetragen. Die Ausgaben werden - wenn auch nicht ganz detailliert - nach bestimmten Gruppen eingegeben.

EAP-FAPE
02.08.2007, 07:31
</font><blockquote>Zitat:</font><hr />Original erstellt von Christian:
Nicht ganz korrekt: Es reicht vollkommen aus, die Anlage EÜR auszufüllen (die kann man auch freiwillig abgeben!). Hierbei werden die Einnahmen als Jahressumme eingetragen. Die Ausgaben werden - wenn auch nicht ganz detailliert - nach bestimmten Gruppen eingegeben. </font>[/QUOTE]Naja die Anlage EÜR ist schon OK.
Jedoch kann das FA verlangen, dass monatl Einnahmen/Umsätze aufgeschlüsselt werden, damit - vor allem wenn mitten im Jahr mit der selbständigkeit/gewerbe angefangen wurde - die Umsatzsteuerregelung Kleinstunternehmer geprüft werden kann....