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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Seit Dez. 2008 Kind nicht auf der Steuerkarte



Majo
13.10.2009, 22:59
Wir haben folgendes Problem:

Unser Sohn ist am 3.12.2008 geboren. Da ich ein "Steuerkarten-schnell-Abgeber" bin ,war zu diesem Zeitpunkt die Karte schon weg. Jetzt, da ich eine Frage zu Kurzarbeitergeld an meinen Arbeitgeber hatte, bemerkte dieser das unser Sohn nicht mit eingetragen war und bis heute auch noch nicht ist. Wir beziehen Kindergeld und meine Frau Elterngeld.

Unsere Frage ist jetzt ob ,und in welchem Rahmen ich jetzt steuerlich Nachteile hatte. Wenn ja, werden diese bei der Steuererklärung erstattet und soll ich jetzt noch schnell die karte zurückholen und ändern lassen? Oder macht es keinen Steuerlichen Unterschied ob ob das Kind draufsteht oder nicht?

Danke im vorraus.

Majo

Krake
14.10.2009, 06:28
Für Kinder wird Kindergeld gewährt. Im Rahmen der Einkommensteuer wird durch das Finanzamt geprüft, ob das gezahlte Kindergeld oder die Steuerersparnis durch den steuerlichen Kinderfreibetrag günstiger ist.
In der Regel ist der Kinderfreibetrag günstiger. Auswirkungen ergeben sich nur beim Solidaritätszuschlag. Der Unterschied liegt aber meist im unteren zweistelligen €-Bereich. Mit der Steuerveranlagung wird das auch abgerechnet.
Steuerliche Nachteile entstehen also nicht.

V. Liersee
14.10.2009, 07:20
Krake ist offensichtlich kein Angehöriger einer der beiden großen Religionschaften...
Auch für die Lohnkirchensteuer ist wie beim Soli der Kinderfreibetrag von Bedeutung. Der steuerliche Nachteil ist allerdings nur temporär, mit der Steuererklärung wird alles wieder richtiggerechnet.

Krake
14.10.2009, 07:54
Krake ist offensichtlich kein Angehöriger einer der beiden großen Religionschaften...


Es ist nicht zu glauben, welche Rückschlüsse manche aus Antworten ziehen!!!

V. Liersee
14.10.2009, 09:38
Woher sollte man auch sonst solche Querverbindungen kennen :D ?

Elefant
14.10.2009, 10:53
Naja, ich unterstelle mal, wenn einer bekennender Angehöriger einer Religionsgemeinschaft ist, dann sieht er es nicht als Nachteil an, wenn er diese finanziell unterstützen darf.

V. Liersee
14.10.2009, 14:23
Bei manchem sind 5 Euro mehr netto im Monat wichtiger als 60 Euro Steuererstattung im nächsten Jahr...

Majo
14.10.2009, 16:47
Danke erstmal für die Antworten

Lange Rede, kurzer Sinn:

Mir ist nicht all zu viel durch die Lappen gegangen. Und das bisschen wird mir auch noch bei der Steuererklärung erstattet. Stimmt das so in etwa?

Zu der Diskusion die ich hier losgetreten habe:
Ich bin ohne Konfession, meine Frau Evangelisch und mein Sohn auch.

Aber jetzt tut sich mir noch eine Frage auf. Mir ist zu Ohren gekommen das die Berechnung von Kurzarbeitergeld bei Kinderlosen mit 60% und bei Angestellten mit Kindern mit 67% berechnet wird. Stimmt das so und wird so was Auch erstattet? Denn mit Kurzarbeitergeld hat ja die Argentur für Arbeit und nicht das Finanzamt zu tun. Würde mich jetzt auch nicht um den schlaf bringen bei 3 tagen Kurzarbeit pro Monat. Würde mich nur mal interessieren.


LG
Majo

korsika
15.10.2009, 20:56
Ihre eigene Lösung ist die richtige. Die Steuererklärung gleicht alles aus.