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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eingangsrechnungen (Drittländer, UST)



Hakan Coskun
15.09.2014, 11:16
Guten Tag,

wie ist es bei Eingangsrechnungen aus Drittländern mit der Umsatzsteuer?

- entfällt diese
- wenn nicht, in welchem Feld muss es bei der Umsatzsteuervoranmeldung eingetragen werden, mit dem Prozentsatz des Drittlandes?

Freundliche Grüße,

Hakan

L. E. Fant
15.09.2014, 12:48
Ausländische Umsatzsteuer taucht in einer deutschen Umsatzsteuer-Voranmeldung nicht auf.

Hakan Coskun
15.09.2014, 12:51
Ausländische Umsatzsteuer taucht in einer deutschen Umsatzsteuer-Voranmeldung nicht auf.

Verstehe. Muss der Verkäufer die UST berechnen, ansonsten hat man dadurch einen Verlust.

Kontierung
15.09.2014, 12:54
Hallo,
wieso Verlust?
Die Einbuchung erfolgt Brutto für Netto...................

Hakan Coskun
15.09.2014, 14:39
Hallo,
wieso Verlust?
Die Einbuchung erfolgt Brutto für Netto...................

Hallo, wenn man UST ins Ausland an Drittländer bezahlt, erhält man diese doch nicht zurück, oder? Wenn ich mir die vorherige Antwort anschaue, habe ich es so verstanden.

Kontierung
15.09.2014, 15:32
..ja und Sie buchen den Aufwand incl. der ausl. Steuern ein: wo ist ein Verlust?

Petermännchen
15.09.2014, 15:35
Von den deutschen Finanzbehörden bekommt man die vom Lieferanten im Ausland an den ausländischen Staat abgeführte UST nicht zurück (ausländische Staat hat mit den deutschen Finanzbehörden ja nichts zu tun).

Normalerweise hätte für die Lieferung vom Lieferanten eine Rechnung ohne ausländische UST erstellt werden sollen, da die meisten Länder Exporte von der UST befreien (eine Art von Wirtschaftsförderung).

Info am Rande: Im Umgekehrten Fall, also für Ausfuhrlieferungen aus Deutschland in ein Drittland, käme da § 4 UStG zum tragen welcher die Ausfuhrlieferung steuerfrei stellt.

L. E. Fant
15.09.2014, 16:19
Je nach Vorschriften des Landes in dem der Verkäufer sitzt hätte dieser evtl. steuerfrei liefern können. Im Zweifel sollte man sich also an den Rechnungsaussteller wenden.

Hanseat
21.09.2014, 11:43
Außerdem gibt es - jedenfalls im EU-Ausland - ein Umsatzsteuer-Vergütungsverfahren, das eigentlich "Vorsteuer"-Vergütungsverfahren heißen müsste.
Möglicherweise muss dafür aber die ausländische Umsatzsteuer zutreffend erhoben worden sein - und nicht nur fälschlicherweise.
Das Verfahren scheint aber administrativ aufwendig.

http://www.dihk.de/themenfelder/recht-steuern/steuern/umsatzsteuer-verbrauchsteuern/service/umsatzsteuerverguetung-im-ausland

@Hakan: Haben Sie eine USt-Identifikationsnummer ? Damit können Sie sich zweifelsfrei gegenüber dem ausländischen Leistenden als Unternehmer ausweisen !