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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Haftpflicht und Unfallversicherung



Nash9r
05.01.2017, 18:32
Wird das zu den Werbungskosten gezählt und fließt nicht ein, wenn man unter den 1000 Euro bleibt? Denn ich habe beides eingetragen und es hat sich nichts an der Erstattung/Nachzahlung geändert. Oder was muss ich tun, damit das berücksichtigt wird? Vielen Dank für Antwort :) .

FIGUL
05.01.2017, 19:01
Hallo,

das sind KEINE werbungskosten, sondern Sonderausgaben(Anlage Vorsorgeaufwand).
Ob sie sich auswirken ist fraglich, da durch Pflichtbeiträge zur KV+PV meistens die Bemessungsgrenze von 1900.-ledig/3800.- verh. schon überschritten wird

Gruß FIGUL

Nash9r
05.01.2017, 19:09
Ah, okay. Danke. dann wird es daran liegen. Habe ich wohl umsonst meine Versicherung für Bescheinigungen der letzten 3 Jahre genervt :) .

holzgoe
06.01.2017, 10:53
Hallo Nash9r,

da weißt du jetzt, dass du dir für die nächsten Steuererklärungen den Aufwand sparen kannst.

Tschüß

Tobias Kramny
07.01.2017, 19:59
Der Vollständigkeit halber: Ihr habt eigentlich beide Recht. Bei Beiträgen zu einer privaten Unfallversicherung handelt es sich sowohl um Werbungskosten nach §9a, als auch um Vorsorgeaufwendungen nach dem EstG §10 Absatz 4 Einkommenssteuergesetz. Das Finanzamt geht zu je 50% von einem beruflichen und einem privaten Anteil aus. 50% der Beiträge können daher in die Werbungskosten gepackt werden. Da 1000€ pro Jahr pauschal verrechnet werden, lohnt sich das Sammeln ab mehr als 1000€ Werbungskosten pro Jahr. Die andere Hällfte kann bei den Vorsorgeaufwendungen geltend gemacht werden. Der Höchstbetrag hierfür liegt bei 1900€. Bei einem mtl. Bruttoeinkommen von 1716€ ist der Maximalbetrag allein schon durch Kranken und Pflegeversicherungsbeiträge ausgeschöpft. Wenn man weniger verdient und somit weniger KV und PV-Beiträge zahlt, lohnt es sich auch die anderen Versicherungen mit anzugeben. Die Haftpflichtversicherung hat in der Regel keinen beruflichen Anteil. Hier gibt es nur die Möglichkeit über die Vorsorgeaufwendungen.

Charlie24
07.01.2017, 20:34
Man muss aber bei einer Unfallversicherung schon im Kleingedruckten nachlesen, ob berufliche Unfallrisiken einschließlich Wegeunfälle überhaupt abgedeckt sind.

Ansonsten sei der Hinweis gestattet, dass sich das Forum mit Fragen der elektronischen Steuererklärung befasst und Steuerberatung im Forum natürlich nicht erlaubt ist.

Tobias Kramny
07.01.2017, 20:56
Das mit dem Kleingedruckten verwirt nur. In fast jeder privaten Unfallversicherung ist besteht ein 24 Stunden-Schutz. Sowohl Arbeits-und Wegeunfälle, als auch die meisten Freizeitunfälle sind darin abgesichert. Es gibt zwar auch Freizeitunfallversicherungen, diese heißen dann aber auch so und sind mehr als selten. Bezüglich der Anlage Vorsorgeaufwand gebe ich Ihnen Recht.

Nash9r
07.01.2017, 22:36
Der Vollständigkeit halber: Ihr habt eigentlich beide Recht. Bei Beiträgen zu einer privaten Unfallversicherung handelt es sich sowohl um Werbungskosten nach §9a, als auch um Vorsorgeaufwendungen nach dem EstG §10 Absatz 4 Einkommenssteuergesetz. Das Finanzamt geht zu je 50% von einem beruflichen und einem privaten Anteil aus. 50% der Beiträge können daher in die Werbungskosten gepackt werden. Da 1000€ pro Jahr pauschal verrechnet werden, lohnt sich das Sammeln ab mehr als 1000€ Werbungskosten pro Jahr. Die andere Hällfte kann bei den Vorsorgeaufwendungen geltend gemacht werden. Der Höchstbetrag hierfür liegt bei 1900€. Bei einem mtl. Bruttoeinkommen von 1716€ ist der Maximalbetrag allein schon durch Kranken und Pflegeversicherungsbeiträge ausgeschöpft. Wenn man weniger verdient und somit weniger KV und PV-Beiträge zahlt, lohnt es sich auch die anderen Versicherungen mit anzugeben. Die Haftpflichtversicherung hat in der Regel keinen beruflichen Anteil. Hier gibt es nur die Möglichkeit über die Vorsorgeaufwendungen.

Super. Vielen Dank für die ausführliche Antowort.

satras85
19.02.2017, 12:26
Der Vollständigkeit halber: Ihr habt eigentlich beide Recht. Bei Beiträgen zu einer privaten Unfallversicherung handelt es sich sowohl um Werbungskosten nach §9a, als auch um Vorsorgeaufwendungen nach dem EstG §10 Absatz 4 Einkommenssteuergesetz. Das Finanzamt geht zu je 50% von einem beruflichen und einem privaten Anteil aus. 50% der Beiträge können daher in die Werbungskosten gepackt werden. Da 1000€ pro Jahr pauschal verrechnet werden, lohnt sich das Sammeln ab mehr als 1000€ Werbungskosten pro Jahr. Die andere Hällfte kann bei den Vorsorgeaufwendungen geltend gemacht werden. Der Höchstbetrag hierfür liegt bei 1900€. Bei einem mtl. Bruttoeinkommen von 1716€ ist der Maximalbetrag allein schon durch Kranken und Pflegeversicherungsbeiträge ausgeschöpft. Wenn man weniger verdient und somit weniger KV und PV-Beiträge zahlt, lohnt es sich auch die anderen Versicherungen mit anzugeben. Die Haftpflichtversicherung hat in der Regel keinen beruflichen Anteil. Hier gibt es nur die Möglichkeit über die Vorsorgeaufwendungen.

Hallo, ich habe auch eine Private Unfalversicherung die je zur Hälfte berufliche sowohl auch Private Risiken abdeckt.
Im Elster Programm (Anlage Vorsorgeaufwand Zeile 50) steht drin:

"Sind sowohl private als auch berufliche Risiken versichert, sind die Beiträge grundsätzlich je zur Hälfte als Sonderausgaben und Werbungskosten oder Betriebsausgaben zu berücksichtigen."

Ist das denn nun so richtig?
Da ich unter Sonderausgaben keine Zeile zum eintragen finde.

Um Hilfe bin ich sehr dankbar.

FIGUL
19.02.2017, 12:43
Hallo,

Zitat: Da ich unter Sonderausgaben keine Zeile zum eintragen finde.

Du hast doch die Zeile 50 gefunden

Gruß FIGUL

satras85
19.02.2017, 12:48
Hallo,

Zitat: Da ich unter Sonderausgaben keine Zeile zum eintragen finde.

Du hast doch die Zeile 50 gefunden

Gruß FIGUL

Okay, also da trage ich die eine Hälfte der Unfallversicherung ein?
Und bei den Werbungskosten, in welcher Zeile trage ich dort die andere Hälfte ein?

Sorry, ist nur etwas verwirrend

L. E. Fant
19.02.2017, 13:42
Und bei den Werbungskosten, in welcher Zeile trage ich dort die andere Hälfte ein?

Ich weiß nicht welche Software Du verwendest. In ElsterFormular ist aber an den Beschriftungen der Zeilen 31 bis 46 und 48 ff ganz klar erkennbar, dass es diese nicht sein können. Bleibt übrig Zeile 47, Sonstiges.

satras85
19.02.2017, 13:47
Ich weiß nicht welche Software Du verwendest. In ElsterFormular ist aber an den Beschriftungen der Zeilen 31 bis 46 und 48 ff ganz klar erkennbar, dass es diese nicht sein können. Bleibt übrig Zeile 47, Sonstiges.

Okay, danke für deine Hilfe :-)