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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wegen VOREILIGER Kündigung der Riester-Rente Ende 2010 und Betragskürzung in 2011



wallyv
14.02.2017, 14:36
dafür, bekamen wir Ende Januar einen Änderungs-Bescheid für den Erstattungsbescheid vom 18.03.2011 mit einer Rückforderung

Nach der Formularberechnung 2011, die seit unserer Online-Abgabe immer mit den Bescheiden stimmig war, hätten wir 1954,98€ Erstattung erhalten müssen, bekamen aber nur 1786,33€, weil ich vergessen hatte den Auszahlungsbetrag in den Vorsorgeaufwendungen einzutragen.
Deswegen war ich persönlich beim F.A, um zu erfahren wie dieser Differenzbetrag zustande kommt, die Sachbearbeiterin teilte mir daraufhin mit, dass mein Mann mehr Rente (RR war Dekafond) erhalten hat, als angegeben und deswegen diese Kürzung stattgefunden hat.

Meine Fragen:
1. ist diese 2. Kürzung überhaupt Rechtens?
2. ist diese Rückforderung nicht seit dem 31.12.2016 verjährt? und
3. wie kann ich Widerspruch einlegen?

holzgoe
14.02.2017, 14:46
dafür, bekamen wir Ende Januar einen Änderungs-Bescheid für den Erstattungsbescheid vom 18.03.2011 mit einer Rückforderung

Nach der Formularberechnung 2011, die seit unserer Online-Abgabe immer mit den Bescheiden stimmig war, hätten wir 1954,98€ Erstattung erhalten müssen, bekamen aber nur 1786,33€, weil ich vergessen hatte den Auszahlungsbetrag in den Vorsorgeaufwendungen einzutragen.
Deswegen war ich persönlich beim F.A, um zu erfahren wie dieser Differenzbetrag zustande kommt, die Sachbearbeiterin teilte mir daraufhin mit, dass mein Mann mehr Rente (RR war Dekafond) erhalten hat, als angegeben und deswegen diese Kürzung stattgefunden hat.

Meine Fragen:
1. ist diese 2. Kürzung überhaupt Rechtens?
2. ist diese Rückforderung nicht seit dem 31.12.2016 verjährt? und
3. wie kann ich Widerspruch einlegen?

Hallo wallyv,

schau dir das Datum des Änderungsbescheides an und Einspruch kann innerhalb eines Monats eingelegt werden -> außerdem müsste die Abweichung ja auch im Bescheid formuliert sein.

Mehr Rente heißt natürlich mehr Einkommen und damit mehr Steuern und deshalb geringerer Erstattungsbetrag.

Tschüß

wallyv
14.02.2017, 15:26
der Änderungs-Bescheid betriffr den vom 18.03.2011 und ist vom 27.01.2017

Es war die/der 2010 aufgelöste Riester Rente/Deka Fond, denn 2010 hat mein Mann noch keine Rente bekommen, sondern erst 2013.

Ausserdem "wurde die Erstattung 2011 schon um die dafür fälligen Steuern GEKÜRZT"

Gibt es hier ein Formular für den Widerspruch?

holzgoe
14.02.2017, 15:31
Hallo wallyv,

und die Folge, dass die Erstattung um die fälligen Steuern gekürzt wird ist doch die, dass ihr jetzt einen Betrag X zahlen müsst.

Du kannst doch formlos ein Schreiben machen -> Einspruch gegen den ....... Bescheid vom 27.01.2017

Fragt sich nur, ob der Einspruch Aussicht auf Erfolg hat, aber das ist ein anderes Kapitel.

Tschüß

wallyv
14.02.2017, 20:04
Sorry, aber du hast anscheinend nicht verstanden, dass die Erstattung vom "18.03.2011 schon um den fälligen Steuerbetrag von 1954,98€ AUF 1786,33€ GEKÜRZT wurde."


D.h. statt 1954,98€ sind es wegen der Doppelbesteuerung und den 57€ Zinsen, nur noch 1480,35€ Erstattung für 2011 und 305,98€ kann ich nicht grad aus den Ärmeln schütteln.



Gibt es niemanden, der die Verjährungsfrist von 5 Jahren für die Einkommenssteuer kennt?

stiller
14.02.2017, 20:08
Sorry, aber du hast anscheinend nicht verstanden, dass die Erstattung vom "18.03.2011 schon um den fälligen Steuerbetrag von 1954,98€ AUF 1786,33€ GEKÜRZT wurde."


D.h. statt 1954,98€ sind es wegen der Doppelbesteuerung und den 57€ Zinsen, nur noch 1480,35€ Erstattung für 2011 und 305,98€ kann ich nicht grad aus den Ärmeln schütteln.



Gibt es niemanden, der die Verjährungsfrist von 5 Jahren für die Einkommenssteuer kennt?

Nein, das müssen wir als Elster-Anwender nicht verstehen.
Siehe Rechtsbehelsbelehrung: Einspruch - Klage -Urteil - Revision - Nichtzulassung - u.s.w.

Beamtenschweiß
15.02.2017, 06:44
1) Deine Sachverhaltsschilderung ist (zumindest für mich) nicht nachvollziehbar. Was hat z.B. ein ausgezahlter Betrag aus einem Riestervertrag mit der Anlage Vorsorgeaufwand zu tun?
Dieser gehört soweit er steuerpflichtig ist in die Anlage R.

2) Ob die Änderung durch das FA zulässig war und wie du dagegen vorgehen kannst, sind rein rechtliche Fragen. Diese dürfen hier nicht beantwortet werden. Dafür gibt es Steuerberater.

Picard777
15.02.2017, 07:21
Gibt es niemanden, der die Verjährungsfrist von 5 Jahren für die Einkommenssteuer kennt?

Nein, so einen kann es nicht geben, da die Verjährungsfrist 4 Jahre beträgt, nicht 5 Jahre. Die andere Frage ist, wann sie anfängt, d.h. wann die Einkommensteuererklärung 2011 beim Finanzamt einging.

bobobaer
15.02.2017, 09:49
Nein, so einen kann es nicht geben
Doch, 5 Jahre Festsetzungsfrist bei leichtfertiger Steuerverkürzung. Wobei es da diverse Fallstricke gibt, und wie bemerkt auch ein Knackpunkt ist, wann die Frist überhaupt losläuft.

Ich vermute, der TE geht aus von ESt-Erklärung 2010 abgegeben 2011, Start der Festsetzungsfrist somit Ende 2011, plus 5 Jahre bei Steuerverkürzung, somit wäre am 31.12.2016 alles ausgestanden gewesen.

wallyv
15.02.2017, 11:31
Doch, 5 Jahre Festsetzungsfrist bei leichtfertiger Steuerverkürzung. Wobei es da diverse Fallstricke gibt, und wie bemerkt auch ein Knackpunkt ist, wann die Frist überhaupt losläuft.

Ich vermute, der TE geht aus von ESt-Erklärung 2010 abgegeben 2011, Start der Festsetzungsfrist somit Ende 2011, plus 5 Jahre bei Steuerverkürzung, somit wäre am 31.12.2016 alles ausgestanden gewesen.

Danke bobobaer, Deine Vermutung ist richtig.

Deswegen werde ich auch Einspruch, gegebenenfalls einschließlich Antrag auf Aussetzung der Vollziehung über das Elsterformular einlegen, denn das ist in NRW möglich.

https://www.elsteronline.de/eportal/Leistungen.tax

https://www.test.de/Steuerbescheid-Einsprueche-auch-online-ueber-Elster-4989334-0/

holzgoe
15.02.2017, 11:36
Danke bobobaer,

Deswegen werde ich auch Einspruch über das Elsterformular einlegen, denn das ist in NRW möglich........



Hallo wallyv,

nein über die Software Elsterformular ist es nicht möglich -> der Link weist auf das Elster Onlineportal hin, wo du dich zuerst registrieren musst, um es zu nutzen.

Tschüß

wallyv
15.02.2017, 11:53
Hallo wallyv,

nein über die Software Elsterformular ist es nicht möglich -> der Link weist auf das Elster Onlineportal hin, wo du dich zuerst registrieren musst, um es zu nutzen.

Tschüß
Ja, denn ich bin schon seit Jahren im Onlineportal registriert, mit dem Aktivierungslink und postalisch zugesandtem -Code.

Charlie24
15.02.2017, 12:39
Dann versuch mal dein Glück mit dem Online-Einspruch über das Portal!

Hoffentlich fällt die Begründung kurz aus, sonst ist das alles ziemlich umständlich.

Picard777
15.02.2017, 15:44
Na dann wird das Finanzamt versuchen auf 10 Jahre zu gehen wegen zumindest bedingtem Vorsatz.

Jambo
15.02.2017, 15:53
Danke bobobaer, Deine Vermutung ist richtig.

Deswegen werde ich auch Einspruch, gegebenenfalls einschließlich Antrag auf Aussetzung der Vollziehung über das Elsterformular einlegen, denn das ist in NRW möglich.

https://www.elsteronline.de/eportal/Leistungen.tax

https://www.test.de/Steuerbescheid-Einsprueche-auch-online-ueber-Elster-4989334-0/

Guten Tag wallyv,

Danke für den hilfreichen Tipp. Das Formular für "Einspruch" gibt es bei ElsterOnline nicht bei ElsterFormular

Mit freundlichen Grüßen
Jambo

wallyv
20.02.2017, 12:38
Ich habe das Einspruchs-Formular von Elster Online unter sonstige Formulare heruntergeladen und vor ca. 15 min mit der beantragten Aussetzung der Vollziehung, abgeschickt.

Kurz und bündig erklärt, lt. FA soll mein Mann 2054€ mehr an Rente erhalten haben, obwohl er erst seit Mai 2013 die Altersrente mit Abschlag bekommt.
Der Fehler liegt eindeutig beim FA, denn die Steuern für die 7000€ RR-Auflösung sind bereits im Bescheid 2011 abgehalten worden. Also liegt der Vorsatz beim Sachbearbeiter vom FA

http://abload.de/img/traudeleinspruchp1s3d.jpg

Picard777
20.02.2017, 13:09
Also liegt der Vorsatz beim Sachbearbeiter vom FA

Scherzkeks ! Es geht um die Frage, ob Du Steuerhinterziehung begangen hast oder nicht. Also erst um die Frage, ob Deine Steuererklärung falsch war und, FALLS das so war, ob Du das absichtlich gemacht hast oder nicht. Ob das Finanzamt etwas absichtlich falsch gemacht hat, ist doch hier gar der entscheidende Punkt.

wallyv
20.02.2017, 14:02
Da der Einspruch mit Aussetzung der Vollziehung NUR der erste war, den wir Online ans FA gesandt haben und wir mit den 2 postalischen in den vergangenen Jahren, wo wir einmal über 3000€ und beim zweiten 800€ zurückzahlen sollten, auch Erfolg hatten und 2 x einen Änderungs-Bescheid mit 0€ bekommen haben, sollte man eigentlich schon davon ausgehen können, dass der Fehler beim FA lag/liegt, denn wir haben nicht mit St.-Klasse IV hart dafür gearbeitet, um Geld zu verschenken, dass uns zusteht.

Wer bitte, gibt vorsätzlich falsche Steuererklärungen ab und legt dann Einspruch ein?

Jambo
20.02.2017, 14:18
Da der Einspruch mit Aussetzung der Vollziehung NUR der erste war, den wir Online ans FA gesandt haben und wir mit den 2 postalischen in den vergangenen Jahren, wo wir einmal über 3000€ und beim zweiten 800€ zurückzahlen sollten, auch Erfolg hatten und 2 x einen Änderungs-Bescheid mit 0€ bekommen haben, sollte man eigentlich schon davon ausgehen können, dass der Fehler beim FA lag/liegt, denn wir haben nicht mit St.-Klasse IV hart dafür gearbeitet, um Geld zu verschenken, dass uns zusteht.

Wer bitte, gibt vorsätzlich falsche Steuererklärungen ab und legt dann Einspruch ein?


Zur Klärung dieser Angelegenheit empfehle ich Ihnen sofort einen Steuerberater Ihres Vertrauens um Rat zu befragen.