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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : GWG mit Gutschein erwerben - 487,90€ Grenze?



Speku
31.03.2017, 01:26
Hallo Zusammen,

Ich bin mir nicht sicher, ob dass das richtige Forum für meine Frage ist, hoffe jedoch ich bin richtig. Das Finanzamt habe ich telefonisch bisher leider nicht erreicht um meine Frage zu klären. Ich plane für das Studium ein neues Notebook zu kaufen, da mein altes Notebook nun bereits über 5 Jahre alt ist und von der Geschwindigkeit mittlerweile nicht mehr zeitgemäß ist. Da ich das Notebook gerne innerhalb eines Jahres absetzen würde, und aktuell wieder einige Elektronik-Fachhändler/Märkte und Elektronik-Onlinehändler wieder mit diversen Gutschein/Rabatt-Punkte-Aktionen werben, würde ich gerne wissen wie sich diese Rabatte auf die Bruttogrenze von 487,90€ auswirken.

Folgende beiden Rabatt-Aktionen stehen aktuell an:

Händler A:
Bietet pro 1€ getätigtem Umsatz Rabatt-Punkte in höhe von 30 cent. Die Punkte werden innerhalb von 2 Wochen gutgeschrieben und können dann innerhalb von 30 Tagen beim Kauf eines weiteren Produktes eingelöst werden.

Händler B:
Bietet 50€ Gutscheine für 40€. Die Gutscheine können kombiniert werden, so dass z.B. bei 12 Gutscheinen eine Ersparnis von 120€ möglich ist.

Wie würde nun um die steuerliche Absetzbarkeit des Notebooks nun in folgenden beiden Varianten stehen:

Szenario 1:
Kauf eines Produktes beim Händler A mit einem Wert von 700€. Durch den Kauf erhält der Käufer vom Verkäufer nach 14 Tagen Rabatt-Punkte im Wert von 210€ (700€ x 30 cent) gutgeschrieben. Diese 210€ werden innerhalb ihrer Gültigkeit (= 30 Tage) genutzt um ein 599€ teures Notebook zu kaufen, dass nach Abzug der Punkte nur noch 389€ kostet.

Szneario 2:
Kauf von 12 x 50€ Gutscheinen beim Händler B. Anschließend werden diese 12 Gutscheine drei Monate später zum Kauf eines Notebooks mit einem Wert von 600€ eingelöst. Dadurch, dass die Gutscheine für 480€ erworben wurde, liegt eine Ersparnis um 120€ vor und das Notebook hat hierdurch quasi nur 480€ statt 600€ gekostet.

Szenario 3:
Kauf eines Notebook bei einem anderen Online-Händler C. Die Seite wird über ein Cashback-Portal aufgerufen, dass seine Kunden an der Provision/Vermittlungsgebühr des Online-Händlers C teilhaben lässt. Der Kunde kauft ein Notebook mit einem Wert von 500€ und erhält nach zwei Monaten 10% des Preises (=50€) zurückerstattet, so dass er für das Notebook effektiv nur 450€ zahlen musste.

Ist es in allen drei Fällen/Szenarien möglich, dass Notebook steuerlich innerhalb eines Jahres voll anzusetzen, da man durch die Rabatt-Aktionen die Grenze von 487,90€ (zur vollen Absetzbarkeit innerhalb eines Jahres) unterschritten hat? Oder muss der Original-Wert von 500, 599€ bzw. 600€ genutzt werden und das Notebook somit über drei Jahre abgeschrieben werden?

Hat einer eine Idee wie hierzu verfahren werden muss? Leider habe ich keine eindeutigen Informationen hierzu gefunden.

Vielen Dank im Voraus!

mfg,
Speku

FIGUL
31.03.2017, 06:04
Hallo Zusammen,

Ich bin mir nicht sicher, ob dass das richtige Forum für meine Frage ist, hoffe jedoch ich bin richtig. Das Finanzamt habe ich telefonisch bisher leider nicht erreicht um meine Frage zu klären. Ich plane für das Studium ein neues Notebook zu kaufen, da mein altes Notebook nun bereits über 5 Jahre alt ist und von der Geschwindigkeit mittlerweile nicht mehr zeitgemäß ist. Da ich das Notebook gerne innerhalb eines Jahres absetzen würde, und aktuell wieder einige Elektronik-Fachhändler/Märkte und Elektronik-Onlinehändler wieder mit diversen Gutschein/Rabatt-Punkte-Aktionen werben, würde ich gerne wissen wie sich diese Rabatte auf die Bruttogrenze von 487,90€ auswirken.

Folgende beiden Rabatt-Aktionen stehen aktuell an:

Händler A:
Bietet pro 1€ getätigtem Umsatz Rabatt-Punkte in höhe von 30 cent. Die Punkte werden innerhalb von 2 Wochen gutgeschrieben und können dann innerhalb von 30 Tagen beim Kauf eines weiteren Produktes eingelöst werden.

Händler B:
Bietet 50€ Gutscheine für 40€. Die Gutscheine können kombiniert werden, so dass z.B. bei 12 Gutscheinen eine Ersparnis von 120€ möglich ist.

Wie würde nun um die steuerliche Absetzbarkeit des Notebooks nun in folgenden beiden Varianten stehen:

Szenario 1:
Kauf eines Produktes beim Händler A mit einem Wert von 700€. Durch den Kauf erhält der Käufer vom Verkäufer nach 14 Tagen Rabatt-Punkte im Wert von 210€ (700€ x 30 cent) gutgeschrieben. Diese 210€ werden innerhalb ihrer Gültigkeit (= 30 Tage) genutzt um ein 599€ teures Notebook zu kaufen, dass nach Abzug der Punkte nur noch 389€ kostet.

Szneario 2:
Kauf von 12 x 50€ Gutscheinen beim Händler B. Anschließend werden diese 12 Gutscheine drei Monate später zum Kauf eines Notebooks mit einem Wert von 600€ eingelöst. Dadurch, dass die Gutscheine für 480€ erworben wurde, liegt eine Ersparnis um 120€ vor und das Notebook hat hierdurch quasi nur 480€ statt 600€ gekostet.

Szenario 3:
Kauf eines Notebook bei einem anderen Online-Händler C. Die Seite wird über ein Cashback-Portal aufgerufen, dass seine Kunden an der Provision/Vermittlungsgebühr des Online-Händlers C teilhaben lässt. Der Kunde kauft ein Notebook mit einem Wert von 500€ und erhält nach zwei Monaten 10% des Preises (=50€) zurückerstattet, so dass er für das Notebook effektiv nur 450€ zahlen musste.

Ist es in allen drei Fällen/Szenarien möglich, dass Notebook steuerlich innerhalb eines Jahres voll anzusetzen, da man durch die Rabatt-Aktionen die Grenze von 487,90€ (zur vollen Absetzbarkeit innerhalb eines Jahres) unterschritten hat? Oder muss der Original-Wert von 500, 599€ bzw. 600€ genutzt werden und das Notebook somit über drei Jahre abgeschrieben werden?

Hat einer eine Idee wie hierzu verfahren werden muss? Leider habe ich keine eindeutigen Informationen hierzu gefunden.

Vielen Dank im Voraus!

mfg,
Speku

Hallo,

was sind das für Fragen.
Du setzt das ab, was du bezahlt hast. Steht doch auf der Rechnung oder nicht?

Gruß FIGUL

XaverWdg
31.03.2017, 07:55
Hallo Speku,

wie schon geschrieben:
Entscheidend ist der Betrag, der beim Kaufvorgang in die Kasse des Verkäufers wandert.

Speku
31.03.2017, 08:53
Die Frage finde ich eigentlich vollkommen legitim. Eure Antworten kann man zudem auch widersprüchlich verstehen.

"Das was ich gezahlt habe", ist ja quasi der günstigere Betrag, da ich den Rabatt erhalten habe. Ersichtlich wird dass das aber denke ich nur wenn ich Belege bezüglich des vergünstigten Gutscheinkaufs (Szenario 1 und 2 - Zahlung von 12x 40€ für 12 x 50€ Gutscheine bzw. Punkte für den Kauf eines anderen Artikels), bzw. bezüglich des Szenarios 3 ein Beleg über das ausgezahlte Cashback beilege.

Sollte ich diese Belege nicht beilegen, bin ich mir unsicher ob derartige Informationen auf der Rechnung sauber zu erkennen sind. Falls das wirklich alles auf einer einzelnen Rechnung ausgewiesen sein muss (der Rabatt, etc.), und ich kein Notebook finden sollte, dass die 487,90€ unterschreitet und zu meinen Anforderungen passt, dann werde ich wohl oder übel auf eine Rabatt-Aktion warten müssen bei der, der Rabatt direkt auf der Rechnung ausgewiesen ist oder aber ich setze das Notebook innerhalb von 3 Jahren ab, richtig?`

Vielen Dank noch einmal!

mfg,
Speku

XaverWdg
31.03.2017, 09:54
Hallo Speku,
Sz A und Sz B erfüllen doch die Kriterien.
MfG X

- - - Aktualisiert - - -

Zahlungsbetrag < GWG-Grenze

Stori
27.11.2017, 22:15
Hallo zusammen,

mich interessiert das Thema auch - wurde das schon abschließend gelöst?

Ich möchte auch noch ein Szenario 4 in's Spiel bringen:

- Ich bekomme einen 25,- EUR Amazon Gutschein geschenkt.
- Nun kaufe ich ein Notebook für 500,- EUR bei Amazon und löse den Gutschein ein.
- Auf der Rechnung stehen 475,- EUR und damit weniger als 487,-

=> Gilt das Notebook dann als GWG ?

Prinzipiell könnte man den Gutschein ja auch als Bargeld betrachten, so dass es lediglich zu einer Aufteilung der 500,- EUR in zwei Teile kommt.
Dann wäre die GWG-Grenze überschritten.

Ein Szenario 5 wäre dann noch das anteilige Bezahlen mit Miles & More oder Payback:

- Den Betrag von 500,- EUR bezahle ich mit 475,- EUR und weiteren 25,- EUR in Form von Payback Punkten.
- Auf der Rechnung steht: "475,- EUR und 2500 Punkte"

=> Gilt das Notebook dann als GWG ?

Eigentlich müsste Szenario 4 und 5 steuerlich identisch behandelt werden, oder?

Vielen Dank im Voraus!

L. E. Fant
27.11.2017, 22:28
Was hat das eigentlich mit Elster zu tun?

FIGUL
27.11.2017, 22:47
Hallo zusammen,

mich interessiert das Thema auch - wurde das schon abschließend gelöst?

Ich möchte auch noch ein Szenario 4 in's Spiel bringen:

- Ich bekomme einen 25,- EUR Amazon Gutschein geschenkt.
- Nun kaufe ich ein Notebook für 500,- EUR bei Amazon und löse den Gutschein ein.
- Auf der Rechnung stehen 475,- EUR und damit weniger als 487,-

=> Gilt das Notebook dann als GWG ?

Prinzipiell könnte man den Gutschein ja auch als Bargeld betrachten, so dass es lediglich zu einer Aufteilung der 500,- EUR in zwei Teile kommt.
Dann wäre die GWG-Grenze überschritten.

Ein Szenario 5 wäre dann noch das anteilige Bezahlen mit Miles & More oder Payback:

- Den Betrag von 500,- EUR bezahle ich mit 475,- EUR und weiteren 25,- EUR in Form von Payback Punkten.
- Auf der Rechnung steht: "475,- EUR und 2500 Punkte"

=> Gilt das Notebook dann als GWG ?

Eigentlich müsste Szenario 4 und 5 steuerlich identisch behandelt werden, oder?

Vielen Dank im Voraus!


Hallo,

bezahle doch einfach mit Bitcoins.
Dann brauchst du dir darüber nicht den Kopf zerbrechen.
Siehe Vorposter

Gruß FIGUL

Charlie24
27.11.2017, 23:41
Was hat das eigentlich mit Elster zu tun?

Nichts! Am einfachsten wird es sein. solche Anschaffungen auf den Januar 2018 zu verschieben, da gelten dann nämlich neue GWG-Grenzen.