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Thema: Geldwerter Vorteil - Firmenwagen - wo eintragen?

  1. #11
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    Standard AW: Geldwerter Vorteil - Firmenwagen - wo eintragen?

    @aron: auch wenn ich nicht der eigentliche Fragesteller bin, danke fuer die Antwort!
    ich will dazu aber nochmal an Hand des Beispiels von dreloba nachhaken, ob ich das jetz wohl auch verstanden habe ;-)

    anhand seiner zahlen muesste sein wagen einen listenpreis brutto von rund 26000 euro haben und er wohnt somit ca 68 km von seiner arbeitstaette entfernt.
    rechnet man aufs jahr die taegliche fahrt abzgl. urlaub etc. (~200Tage) sind das vermutlich die 27000km, also die mehr oder minder 'dienstlich' verursachten?

    über die pendlerpauschale holt er von den 12x530 euro aus der 0,03% regel für die heimfahrten also bei (zB) 200 arbeitstagen im jahr schon 4080 euro als werbungskosten wieder rein, die restlichen 2280 an dieser Stelle muss er versteuern, aber dafuer hat er ja auch keinerlei kosten durch das auto...

    nur seine 4000 privaten KM, kann er dann anhand der darauf entfallenden (~13%) tastaechlichen kosten (bescheinigt durch den AG) den 260 Euro monatlich aus der 1%-regelung gegenüber stellen?
    ergo bei 10000 Euro gesamtkosten wie in deinem beispiel, entfallen ~1300 euro auf die privatfahrten, es ergibt sich mithin zu den 12x260 also eine differenz von 1820 die man als werbungskosten noch loswerden kann (nat. unter der voraussetzung fahrtenbuch und nachweis der tatsaechlichen kosten durch den AG)?

    wie gesagt hier nur eine verstaendnisfrage für mich, insbesondere zur abgrenzung der heimfahrten und deren versteuerung, zu den privaten fahrten ;-)

  2. #12
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    Standard AW: Geldwerter Vorteil - Firmenwagen - wo eintragen?

    Es ist schon richtig das ich keinerlei extra Kosten für das Auto habe, nur eben die 350€ pro Monat die als Lohnsteuer abgehen. Dafür habe ich aber auch kein Auto nach drei Jahren.
    Da sollte man auch noch bedenken.
    Ich lass mich mal überraschen wie das der Finanzbeamte sieht und dann sehen wir weiter. Danke für euere Mitarbeit.

  3. #13
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    Standard AW: Geldwerter Vorteil - Firmenwagen - wo eintragen?

    aber das mit den 350 euro passt ja so nicht, allein über die pendlerpauschale und co kannst du das ja deutlich druecken, ich würde sagen selbst beim spitzensteuersatz auf weniger als 150 euro monatlich.
    denke dafuer haetten gern einige nen auto samt versicherung und sprit, auch wenn es ihnen nach drei jahren nicht gehört.
    und das du nicht neben der pendlerpauschale nochmal die komplette differenz zur privatnutzung absetzen kannst, sollte auch klar sein, wär ja doppelt.

    ansonsten duerfte gelten: wer viel steuern zahlt, verdient auch viel - verzeih also, wenn sich bei den meisten das mitleid in grenzen halten duerfte. ;-)

  4. #14
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    Standard AW: Geldwerter Vorteil - Firmenwagen - wo eintragen?

    Es wird gewöhnlich pauschal vom Arbeitgeber für Wohnung-Arbeitsstätte besteuert. Egal, ob der Arbeitnehmer 1 Tag oder 30 Tage im Kalendermonat gefahren ist.
    Beispiel: 30.000 Bruttolistenpreis Pkw x 0,03 % x 30km = 270 € (je Monat)

    Die Bescheinigungen vom Arbeitgeber sollten an Daten enthalten:
    Dienstliche Fahrten: 13.800 km
    Wohnung - Arbeitsstätte: 13.200 km (220 Tage x 60 km hin + zurück)
    Privatfahrten: 4.000 km (12,9% Anteil)
    Gesamtkosten Pkw in 2009: 10.000 €
    Bruttolistenpreis Pkw: 30.000 €

    Dienstliche Fahrten sind für die Steuererklärung nicht relevant, da keine Kosten vom Arbeitnehmer getragen werden. Wohnung - Arbeitsstätte sind pauschal besteuert, egal wie oft tatsächlich gefahren worden ist. Sofern kein §40 EStG - Pauschalierung der Lohnsteuer vorliegt, dann wird`s nämlich schwieriger.

    Arbeitgeber hat für die private Nutzung besteuert:
    1% von 30.000 x 12 Monate = 3.600 €

    31.000 km Gesamtleistung, 10.000 € Kosten = 32 Cent/km
    10.000 € x 12,9% = 1.290 € oder alternativ
    4.000 km x 0,32 = 1.280 € (10€ Rundungsfehler, vernachlässigbar)

    3.600 -1.280 = 2.320 zuviel besteuert.

    Ergebnis:
    Dienstliche Fahrten: -
    Wohnung - Arbeitsstätte: 1.980 € Entfernungspauschale (220 Tage, 30km, 0,30 €)
    Privatfahrten: 2.320 € Werbungskosten
    Geändert von Aron (22.03.2010 um 13:57 Uhr)

  5. #15
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    Standard AW: Geldwerter Vorteil - Firmenwagen - wo eintragen?

    Ich dachte, ich hätte es verstanden, aber nach der eigentlich so ausführlichen Erläuterung (Danke für deine Mühe Aron) sind die Klarheiten wieder beseitigt. Nun bleibt mir wohl nur der Gang zum Fachmann.
    Kennt jemand einen Steuerberater in der Nähe von 01561 (Umkreis 20Km) der mir in diesem Fall helfen könnte? Scheint ja nicht so alltäglich zu sein, weil die Dame vom Finanzamt hatte solch einen Fall auch noch nicht.

  6. #16
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    Standard AW: Geldwerter Vorteil - Firmenwagen - wo eintragen?

    ich finde das sehr uebersichtlich, du musst doch jetzt nur noch deine werte bei den km-angaben im beispiel von aron einsetzen und benötigst natuerlich vom AG die angefallenen Kosten des PKW und den bruttolistenpreis (sowie besagte bescheinigung darueber, die wird das FA eh haben wollen).

  7. #17
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    Standard AW: Geldwerter Vorteil - Firmenwagen - wo eintragen?

    Ich hätte ja verstanden wenn ich für meine Dienstfahrten die pauschal versteuerten Kosten zurückbekommen würde aber für die Privatfahrten? Muss ich denn nicht den geldwerten Vorteil "bezahlen" wenn ich das Auto privat nutze?
    Oder anders, ich wurde pauschal versteuert weil der Arbeitgeber annimmt dass ich jeden Tag Wohnung Arbeitsstätte fahre, aber die Arbeitsstätte sind drei verschiedenen Kunden mit ca. 58-60 km Entfernung von zu Hause aus. Somit ist es doch jedes Mal Auswärtstätigkeit also dienstlich und keine Privatfahrt Wohnung/Arbeitsstätte. Müsste da nicht die Rechnung von Aron 10000€ (Gesamtkilometer) - 1.280 € (Privatfahrten) sind dann 8120€ zu viel versteuert?

  8. #18
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    Standard AW: Geldwerter Vorteil - Firmenwagen - wo eintragen?

    hmmm... du meinst also, du hattest gar keine heimfahrten, machst also keine pendlerpauschale geltend und muesstest somit insgesamt die 0,03% gar nicht versteuern bzw. wieder abgezogen bekommen, da es eine derartige nutzung des PKW nicht gab.
    keine schlechte idee, da es dich jedenfalls besser stellen wuerde, als eben die pendlerpauschale anzusetzen ;-)
    aber ob das so anerkannt wird? ich denke mal: steuerberater fragen!

    ich wuerde im uebrigen in der aufstellung immer schoen zwischen den heimfahrten und der restlichen privatnutzung und der jeweils dazugehörigen versteuerung trennen, die summen zusammenfassen sorgt nur fuer verwirrung.

  9. #19
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    Standard AW: Geldwerter Vorteil - Firmenwagen - wo eintragen?

    Ja genau das meine ich zuminndest sollte ich nur fürdie Privatfahrten bezahlen. Aber ob das anerkannt wird ist eben fraglich. Die nette Dame vom Finanzamt hatte solchen Fall eben auch noch nicht. Sie hat mich aber gleich auf die Einspruchsfrist hingewiesen;-)

    Gute Idee mit der Trennung der Heimfahrten/Diensfahrten und Privattouren ich werde das nochmal genauer aufschlüsseln und alle Daumen drücken.
    Steurberater probier ich parallel.

  10. #20
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    Standard AW: Geldwerter Vorteil - Firmenwagen - wo eintragen?

    Die Nutzung vom Firmenwagen wird steuerlich zerlegt.
    1) Private Nutzung
    2) Wohnung - Arbeitsstätte
    3) Dienstliche Fahrten
    4) Fahrten des Arbeitnehmers zur Erzielung anderer (eigener) Einkünfte

    1) 1% Regelung oder Nachweis der tatsächlichen privaten Fahrten, Gesamtfahrtleistung, Private Fahrtleistung, Gesamtkosten, Bruttolistenpreis - nur wenn diese Angaben bekannt sind, kann man auch ausrechnen was gegebenenfalls vom Arbeitgeber zuviel pauschal besteuert wurde. Wie es berechnet wird, siehe ältere Posts oben. ^^

    2) Die Lohnsteuerrichtlinien zum §8 Einkommensteuergesetz besagen "Es ist unerheblich, ob und wie oft im Kalendermonat das Kfz tatsächlich zu Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte genutzt wird; der Ansatz des pauschalen Nutzungswerts hängt allein davon ab, dass der Arbeitnehmer das Kfz zu Fahrten zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte nutzen kann. Urlaub + Krankheit sind bereits pauschal berücksichtigt".

    Wenn man regelmäßig von Zuhause zum Kunden fährt, hat man sofort eine Dienstliche Fahrt, Fahrtkosten dafür sind nicht abzugsfähig weil man keine Kosten dafür trägt. Mangels tatsächlicher Fahrt Wohnung zur Arbeitsstätte entfällt dann leider auch die Abzugsmöglichkeit der Entfernungspauschale Wohnung - Arbeitsstätte. Der Einsatzort beim Kunden ist KEINE regelmäßige Arbeitsstätte.

    Sollte man auch nur ein paar Mal im Monat Wohnung - Arbeitsstätte zurücklegen, hat man meines Erachtens keine Chance, von dieser Besteuerung wegzukommen. Liegen diese Fahrten nicht vor, bleibt nur ein sehr tiefer Blick über Google ins Gesetz/in die Rechtsprechung bzw. ein Termin beim Steuerberater.

    3) Keine Kosten, keine Besteuerung, keine Abzugsmöglichkeit

    4) Brauchen wir glücklicherweise nicht tief erörtern. Wenn der Arbeitnehmer den Firmen-Pkw nutzt um seine selbst vermietete Ferienwohnung auf Sylt aufzusuchen, wo er z.B. Reparaturen ausführt, dann dürfen die Fahrtkosten nicht geltend gemacht werden, weil er für diese Fahrt nichts bezahlt und diese Nutzung keine "1) Private Nutzung" ist.

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