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Thema: Guenstigerpruefung Kinderfreibetrag

  1. #1
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    Standard Guenstigerpruefung Kinderfreibetrag

    Hallo!

    Fuehrt Elster die Guenstigerpruefung fuer Kinderfreibetrag vs. Kindergeld korrekt durch?
    Habe gerade meinen Steuerbescheid (elektronisch) bekommen und kann das nich nachvollziehen...

    Die Konstellation ist folgende:
    -Bin verheiratet, zusammen veranlagt.
    -Wir haben 3 Kinder, 2 davon gemeinsam, fuer eins erhalten wir Unterhalt.
    -Fuer alle Kinder erhalten wir Kindergeld.

    In Elster fanden sich die folgenden Betraege in der Berechnung:
    Kinderfreibetraege: 10116 Eur
    ...
    zzgl. Kindergeld : 3102 Eur.

    Im steuerbescheid fand ich:
    Kinderfreibetraege: 9036 Eur
    ...
    zzgl. Kindergeld : 3102 Eur.

    Elster errechnet insgesamt eine ca. 400 Euro hoehere Erstattung, fuer die ich keine anderen Erklaerung finde in den anderen Positionen.

    Im Steuerbescheid finden sich die folgenden Absaetze:

    Für 02 Kind(er) wurde ein Freibetrag für Kinder gem. § 32 Abs. 6 EStG berücksichtigt. Das entsprechende Kindergeld/der Anspruch auf Kindergeld bzw. vergleichbare Leistungen wurden - auch soweit lediglich ein zivilrechtlicher Ausgleichsanspruch bei der Bemessung der Unterhaltsverpflichtung nach § 1612b BGB besteht - insoweit bei der Ermittlung der festzusetzenden Einkommensteuer hinzugerechnet (§ 31 EStG). Bei der Ermittlung der Bemessungsgrundlage für den Solidaritätszuschlag und ggf. die Kirchensteuer sowie bei der Überprüfung der Einkommensgrenze für die Arbeitnehmer-Sparzulage (§ 51a Abs. 2 EStG) wurde dagegen das Kindergeld/der Anspruch auf Kindergeld bzw. vergleichbare Leistungen nicht hinzugerechnet.
    Für weitere Kinder wurde die gebotene steuerliche Freistellung des Existenzminimums durch das ausgezahlte Kindergeld/den Anspruch auf Kindergeld (einschließlich „Kinderbonus“ in Höhe von 100 € pro Kind) bzw. vergleichbare Leistungen bewirkt. Die Berücksichtigung eines Freibetrags für Kinder bei der Berechnung des zu versteuernden Einkommens kommt insoweit nicht in Betracht. Bei der Ermittlung der Bemessungs-grundlage für den Solidaritätszuschlag und ggf. die Kirchensteuer sowie bei der Überprüfung der Einkommensgrenze für die Arbeitnehmer-Sparzulage (§ 51a Abs. 2 EStG) wurden die Freibeträge für Kinder jedoch einbezogen.

    Ich kann die Betraege hier wie dort nicht nachvollziehen. In der Vergangenheit hatte ich immer 2,5 Freibetraege. Ich bin ueberrascht, dass die Guenstigerpruefung jetzt angeblich was anderes liefert. Wie kann ich das nachpruefen?

    Vielen Dank,

    Hinnerk

  2. #2
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    Standard AW: Guenstigerpruefung Kinderfreibetrag

    Hallo,

    also schon mal zu den Beträgen:
    Im Bescheid wurden 1,5 Kinderfreibeträge berücksichtigt. Falls Sie in diesem Jahr weniger Steuern zahlen müssen (wegen niedrigeren Einkünften oder z. B. wegen haushaltsnahen Dienstleistungen) kann es dazu kommen, dass jetzt erstmalig der weitere volle Kinderfreibetrag nicht mehr angerechnet wird, weil das ausgezahlte Kindergeld höher ist als die theoretische Steuererstattung.

    Elster hat zusätzliche 1.080,- € Freibetrag abgezogen (Betreuungs- und Erziehungsbedarf). Warum und weshalb, kann ich mit den Angaben nicht nachvollziehen.

    Die Freibeträge werden übrigens nach dem alter des Kindes gekürzt. Der Freibetrag für das jüngste Kind fällt demnach zuerst weg - das scheint bei Ihnen dann ein voller Freibetrag gewesen zu sein.

  3. #3
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    Standard AW: Guenstigerpruefung Kinderfreibetrag

    Hm, das hilft mir etwas weiter, ganz am Ziel bin ich aber noch nicht.

    Ist des denn nicht sachgerecht, so vorzugehen wie Elster es gemacht hat, und den Erziehungsfreibetrag trotzdem anzusetzen, denn das Kindergeld wird ja nur mit dem Kinderfreibetrag verrechnet, oder nicht? Ich kenne mich da wirlich nicht aus, ich möchte nur sicherstellen, dass das Finanzamt hier nicht geschludert hat - immerhin geht es um 400 Euro...

    Danke,

    Hinnerk

  4. #4
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    Standard AW: Guenstigerpruefung Kinderfreibetrag

    Hallo nochmal,

    nach § 31 EStG gilt hier: "ganz oder gar nicht". Also entweder beide Freibeträge (soweit zutreffend) oder Kindergeld. Aber nicht: Kindergeld + einer der beiden Freibeträge.

  5. #5
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    Standard AW: Guenstigerpruefung Kinderfreibetrag

    Ok. Soweit verstanden.

    Ist das dann ein Fehler in der Berechnung von Elster? Oder sind meine Angaben hier noch nicht ausreichend um das beurteilen zu können?

    Hätte Elster also einfach den Freibetrag von 1080 nicht ansetzen sollen? Oder hat das Finanzamt diese Position bei der Günstigerprufung vergessen und deswegen irrtümlich aufs Kindergeld abgestellt?

    Soweit ich das sehe müsste sich aus den Angaben doch klar sagen lassen, aber welcher Grenze es kippt, d.h. ab welchem Einkommen lt. Bescheid vor Abzug von Kinderfreibeträgen was günstiger ist. Dieses Einkommen ist übrigens lt. Bescheid und Elster gleich, bis dahin hat es also keine Differenzen gegeben.

    Hinnerk

  6. #6
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    Standard AW: Guenstigerpruefung Kinderfreibetrag

    Gleich noch eine Nachfrage: Woher kommt eigentlich der Betrag von zzgl. Kindergeld? Es ist jedenfalls nicht das tatsächlich gezahlte Kidnergeld, dieses ist ja höher...

    Bis vor kurzem dachte ich noch, ich würde meine Steuererklärungen und Bescheide verstehen...

    Hinnerk

  7. #7
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    Standard AW: Guenstigerpruefung Kinderfreibetrag

    Ihr habt ein "halbes" Kind, da wird auch nur das halbe Kindergeld berechnet.

    Die Kinder werden in der Reihenfolge ihres Geburtsdatums berücksichtigt, das älteste zuerst.

    Die Bescheide kann man verstehen, man muss nur nachfragen hier....

  8. #8
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    Standard AW: Guenstigerpruefung Kinderfreibetrag

    Ok, bleiben wir kurz beim Kindergeld:
    Ausgezahltes Kindergeld war:
    - 2x 2068 Euro
    - 1x 2140 Euro (für das jüngste Kind)

    Das "halbe" Kind ist eins von den 2068ern.
    Ich habe in der Anlage Kind bei dem "halben" Kind auf Seite 2 ausserdem angekreuzt:
    Ich beantrage den vollen Kinderfreibetrag für den Betreuungs- und Erziehung- oder Ausbildungsbedarf, weil das minderjährige Kind bei dem anderen Elternteil nicht gemeldet war.

    Möglicherweise führt ja dieses Häckchen in Elster zur anderen (falschen?) Berechnung?

    Und wo genau kommt denn jetzt dieser Kindergeldbetrag von 3102 Euro her?

    Hinnerk

  9. #9
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    Standard AW: Guenstigerpruefung Kinderfreibetrag

    1. Kind (vermutlich das älteste): 1/2 x 2068 = 1.034 €
    2. Kind = 2.068 €
    ergibt zusammen 3.102 €

    Es wurden, wie im Erläuterungstext des Bescheids beschrieben, nur die ersten beiden Kinder für den Kinderfreibetrag berücksichtigt.
    Es wurde also der Kinderfreibetrag abgezogen, dafür das Kindergeld wieder hinzugerechnet.
    Sonst würde man ja beides bekommen.

    Beim dritten Kind hat die Günstiger-Prüfung ergeben, dass das Kindergeld günstiger als der Kinderfreibetrag ist. Daher wurde für dieses Kind auch kein Kinderfreibetrag abgezogen.
    Geändert von Petzer (12.03.2010 um 14:59 Uhr)

  10. #10
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    Standard AW: Guenstigerpruefung Kinderfreibetrag

    Ok, bei mir konvergiert es langsam gegen ein Verständnis

    Bleibt die Frage, wie ich die Günstigerprüfung nachprüfen kann.

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