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Thema: Anlage AV

  1. #11
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    Standard AW: Anlage AV

    Zitat Zitat von Beamtenschweiß Beitrag anzeigen
    @ELSTER-Tester

    Diese Frage ist aktuell streitig (BFH: X R 34/14).
    Von den FAs wird § 10 Absatz 2a S. 8 EStG bislang unabhängig vom Zeitpunkt der Datenübermittlung angewandt.

    Probieren kann man es jedenfalls mal. Der Änderungsantrag kostet einen ja nichts außer Nerven :-)
    Danke. Das Verfahren kannte ich bisher nicht
    Mfg

  2. #12
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    Standard AW: Anlage AV

    Das überzeugt mich insofern schon nicht, als die Änderungsvorschrift des §10 Abs. 2a den Sonderausgabenabzug nach §10a gar nicht betrifft.

    Insbesondere ist der Sonderausgabenabzug nach §10a eine Kann-Vorschrift. Es gibt auch in Praxis hinreichend viele Fälle, in denen für einen Riester-Vertrag weder Zulage noch Sonderausgabenabzug beantragt werden. Da kann das FA auch nicht sagen, hallo, da liegen Datensätze vor, also berechnen wir Ihnen mal eben einen Sonderausgabenabzug.

    Aber tatsächlich mag es sich wirklich lohnen, wenn der TE seine Anlage AV nachreicht und so nachträglich den Sonderausgabenabzug beantragt. Anscheinend mag es Finanzbeamte, die das angeblich schlucken.

  3. #13
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    Standard AW: Anlage AV

    Mich überzeugt das auch nicht: Die Datenübermittlung ist das eine und nur das ist Thema des anhängigen Verfahrens. Das andere ist das -entscheidende- Thema, dass die Anlage AV mit den dortigen notwendigen Angaben nicht innerhalb der Einspruchsfrist vorgelegt wurde.
    Schönen Gruß

    Picard777

  4. #14
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    Standard AW: Anlage AV

    Es gab in der Anfangszeit der Riesterrente, als das Verfahren noch nicht bekannt war, die bürgerfreundliche Regelung, dass eine nachgereichte Anlage AV im Erstjahr der Riesterrente kein grobes Verschulden bei § 173 AO sei. Ob man das heute noch anwenden kann, bezweifle ich.

  5. #15
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    Standard AW: Anlage AV

    Zitat Zitat von neysee Beitrag anzeigen
    Das überzeugt mich insofern schon nicht, als die Änderungsvorschrift des §10 Abs. 2a den Sonderausgabenabzug nach §10a gar nicht betrifft.

    Insbesondere ist der Sonderausgabenabzug nach §10a eine Kann-Vorschrift. Es gibt auch in Praxis hinreichend viele Fälle, in denen für einen Riester-Vertrag weder Zulage noch Sonderausgabenabzug beantragt werden. Da kann das FA auch nicht sagen, hallo, da liegen Datensätze vor, also berechnen wir Ihnen mal eben einen Sonderausgabenabzug.

    Aber tatsächlich mag es sich wirklich lohnen, wenn der TE seine Anlage AV nachreicht und so nachträglich den Sonderausgabenabzug beantragt. Anscheinend mag es Finanzbeamte, die das angeblich schlucken.
    Da liegst du falsch :
    §10a Abs. 5 Satz 2 EStG sagt, dass § 10 Absatz 2a S. 6-8 EStG entsprechend gelten.

    Aber:
    Wie ich bereits gesagt habe, ist es offenbar zumindest strittig, ob eine Änderung dann noch möglich ist, wenn die Daten dem Finanzamt bei der Erst-Veranlagung schon vorlagen.
    Mfg

  6. #16
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    Zitat Zitat von Elster-Tester Beitrag anzeigen
    Da liegst du falsch :
    §10a Abs. 5 Satz 2 EStG sagt, dass § 10 Absatz 2a S. 6-8 EStG entsprechend gelten.
    Ja.

    Zitat Zitat von Elster-Tester Beitrag anzeigen
    Wie ich bereits gesagt habe, ist es offenbar zumindest strittig, ob eine Änderung dann noch möglich ist, wenn die Daten dem Finanzamt bei der Erst-Veranlagung schon vorlagen.
    Darauf kommt es IMHO nicht an. Bei dem genannten Verfahren geht es (vgl. Beitrag Picard777) darum, ob die Änderung des Bescheids anhand der vom Anbieter übermittelten Daten nur dann statthaft ist, wenn die Daten nach dem Bescheid übermittelt wurden, oder auch dann, wenn sie vorher schon vorlagen und das FA gepennt hat.

    Hier geht es darum, ob der Sonderausgabenabzug nach 10a (durch Abgabe der Anlage AV) noch nach Rechtskraft des Bescheids beantragt werden kann. Das wäre IMHO selbst dann nicht gegeben, wenn das FA beim Erstellen des Bescheids gesehen hätte, dass Riesterbeiträge elektronisch übermittelt wurden, weil es, wie von mir ausgeführt, gute Gründe gibt, Riesterverträge abzuschließen, für die Zulage und Sonderausgabenabzug gewollt nicht beantragt werden.

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