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Thema: Doppelte Haushaltsführung oder Auswärtstätigkeit bei befristeter Versetzung?

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  1. #1
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    Standard Doppelte Haushaltsführung oder Auswärtstätigkeit bei befristeter Versetzung?

    Hallo an alle

    Nach stundenlanger Recherche konnte ich leider keine eindeutige Antwort auf die oben gestellte Frage finden, da sich oftmals Aussagen zu diese Thematik einfach wiedersprechen. Es geht um die Anlage N der Steuererklärung.

    Meine Situation:

    Ich habe 2015 in Berlin gearbeitet und auch dort gelebt. Vom 01.04.2015 bis 01.08.2015 (also 4 Monate) wurde ich im Rahmen eines Trainee nach Frankfurt am Main angeordnet bzw. versetzt. Danach habe ich wieder in Berlin gearbeitet. Ich habe dort während dieser Zeit eine Wohnung bezogen, die vom Arbeitgeber bezahlt wurde. Ich musste lediglich meine Verpflegungskosten (also Essen etc.) selbst tragen. Weiterhin hat mir der Arbeitgeber alle zwei Wochen eine Fahrt nach Berlin und zurück bezahlt.

    1. Da die Kosten für die Wohnung vom Arbeitgeber getragen wurden, kann ich diese auch nicht von der Steuer absetzen lassen. Das ist klar. Anders jedoch bei den Verpfelegungsmehraufwendungen. Diese kann ich für die Dauer von max. 3 Monaten mit 24€/Tag (bzw. 12 €/Tag) von der Steuer absetzen lassen. Jedoch ist mir nicht klar wo ich die Tage der Abwesenheit eintrage. Bei Auswärtstätigkeit (Zeilen 52-54) oder bei doppelter Haushaltsführung (Zeilen 81-82)..?

    2. Dann stellt sich mir noch die Frage, ob ich auch die wöchentlichen Heimfahrten ansetzen darf (Zeile 74). Zwar wurden diese ebenfalls vom Arbeitgeber getragen, allerdings habe ich im Buch " Einkommenssteuererklärung 2015" nach [Dittmann/Haderer/Happe] folgendes Statement gelesen:

    "In den Zeilen 74–77 tragen Sie die Kosten für eine Familienheimfahrt wöchentlich ein, soweit Sie diese tatsächlich durchgeführt haben. Wenn Sie nicht behindert sind, erhalten Sie, unabhängig vom benutzten Verkehrsmittel, eine Entfernungspauschale von 0,30 EUR je Entfernungskilometer (Zeile 74). Diese Pauschale steht Ihnen auch zu, wenn Sie keine Kosten hatten (Ausnahme: Sammelbeförderung oder Firmenwagennutzung)..."

    Demnach kann ich also die wöchentlichen Heimfahrten von der Steuer absetzen lassen, auch wenn diese vollständig vom Arbeitgeber bezahlt wurden! Dies erscheint mir jedoch als "zu schön um wahr zu sein". Hat jemand schon ähnliche Erfahrungen gemacht und kann diese Tatsache bestätigen.

    Danke schon mal im voraus fürs Bemühen

  2. #2
    Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Doppelte Haushaltsführung oder Auswärtstätigkeit bei befristeter Versetzung?

    Weiterhin hat mir der Arbeitgeber alle zwei Wochen eine Fahrt nach Berlin und zurück bezahlt.
    Das widerspricht sich jetzt irgendwie ein wenig:

    Demnach kann ich also die wöchentlichen Heimfahrten von der Steuer absetzen lassen, auch wenn diese vollständig vom Arbeitgeber bezahlt wurden!
    Wenn jemand auswärts in einer Wohnung gelebt hat, spricht eher mehr für doppelte Haushaltsführung als für Auswärtstätigkeit. Ist aber nur meine persönliche Meinung und keine steuerliche Hilfestellung.
    Freundliche Grüße
    Charlie24

    Wichtig: Fast jeder Steuerpflichtige hat Vorsorgeaufwendungen (z.B. Beiträge zur Krankenversicherung) und muss deshalb seiner Einkommensteuererklärung die Anlage Vorsorgeaufwand hinzufügen!

  3. #3
    Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Doppelte Haushaltsführung oder Auswärtstätigkeit bei befristeter Versetzung?

    Bleibt sich eigentlich egal, ob du es als Auswärtstätigkeit oder als doppelte Haushaltsführung erklärst.

    Berücksichtigt werden die Verpflegungsmehraufwendungen für 3 Monate sowie deine Fahrtkosten.

    Die vom AG bezahlten/erstatteten Fahrtkosten musst du natürlich ebenfalls angeben und mindern die abzugsfähigen WK.



    PS: wenn du nur alle 2 Wochen nach Hause gefahren bist, kannst du natürlich auch nur diese Heimfahrten geltend machen. Die wöchentliche Heimfahrt bei DHH ist eine Höchstgrenze und keine Pauschale !
    Mit freundlichen Grüßen

    Beamtenschweiß
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    In der Anlage Vorsorgeaufwand - Zeile 11 (ab 2016) muss bei Arbeitnehmern, Rentnern und Beamten mit JA geantwortet werden.

    Bei den Werbungskosten gibt es keine Pauschalen außer den in § 9a EStG genannten.

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