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Thema: Weniger Steuerrückerstattung bei Riester mit Kind?

  1. #21
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    Standard AW: Weniger Steuerrückerstattung bei Riester mit Kind?

    Wenn Zulagen für Kinder noch "ins Spiel" kommen, ist die Rendite wohl auch besser.
    Am besten verdienen aber wohl doch die Anbieter.

  2. #22
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    Standard AW: Weniger Steuerrückerstattung bei Riester mit Kind?

    Zitat Zitat von reckoner Beitrag anzeigen
    mich stören ja nicht die - nur - 57 Euro die am Ende als Gewinn rausspringen, sondern das man nur durch das Kind den Riestervertrag durch die Hintertür erhöht. Vielleicht kann man das verhindern, aber ich befürchte, dass viele das überhaupt nicht erkennen.
    Man kann der "klammheimlichen Erhöhung" des Riestervertrages durch die 300€ höhere Zulage doch einfach entgegenwirken, indem man 300€/Jahr weniger in den Vertrag einzahlt. Das mag schief gehen, wenn das Kind für Januar geplante Kind überraschend schon am 31.12. kommt, aber wenn das Kind erstmal da ist, ist das doch kein Hexenwerk?

    Z.B. Rentenbrutto 40 T€, Grenzsteuersatz 35%, Optimierung des Beitrags auf 4% vom Rentenbrutto:

    Ohne Kind Einzahlung in den Vertrag 1425, Zulage 175 (ab 2018), landen 1600€ (entsprechend den 4% vom Rentenbrutto) im Vertrag.
    35% von 1600 ergeben 560€ Steuerersparnis, davon wird die Zulage von 175€ abgezogen, bleibt eine Nettosteuerersparnis von 385€. Netto wurden also 1425 ./. 385, also 1040€ bezahlt.

    Kommt das Kind und damit die Kinderzulage von 300€ hinzu, und der Beitrag wird nicht angepasst, landen nun mit 1425+475 insgesamt 1900€ (300 mehr als vorher) im Vertrag.
    Brutto-Steuererparnis 35% von 1900, also 665€, nach Abzug der Zulage nur noch Netto-Steuerersparnis 190€, netto wurden nun also 1425 ./. 190, also 1235€ gezahlt, somit 195€ mehr als vorher.

    Zahlt man nun aber nur noch 1125€ selbst ein, sind das mit der Zulage von 475€ wie vorher 1600€ im Vertrag (was die 4% sind, die für die volle Zulage erforderlich sind), Brutto-Steuerersparnis wie ohne Kind 35% von 1600, also 560€. Nach Abzug der Zulage Netto-Steuerersparnis 85€, somit werden mit Kind netto 1125 ./. 85, also 1040€ gezahlt, damit wie vorher 1600€ im Vertrag landen. Gewinnt in der Günstigerprüfung der Sonderausgabenabzug, ist es exakt wie vorher ohne Kind, kein Vorteil, kein Nachteil. Man muss nur auf die neue Situation reagieren, wenn man nicht will, dass mehr als vorher im Vertrag landet.

    Das setzt natürlich voraus, dass einem die Funktionsweise der Riesterförderung klar ist, aber die meisten Altersvorsorge- und Geldanlage jenseits von Sparstrumpf und Tagesgeld sind komplex.

  3. #23
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    Standard AW: Weniger Steuerrückerstattung bei Riester mit Kind?

    Man kann der "klammheimlichen Erhöhung" des Riestervertrages durch die 300€ höhere Zulage doch einfach entgegenwirken, indem man 300€/Jahr weniger in den Vertrag einzahlt.
    Wenn jemand die förderfähigen Höchstbeträge von 2.100, € einzahlt, sollte er das unbedingt so machen! Diese Höchstbeiträge verstehen sich ja immer inklusive der Zulagen.
    Freundliche Grüße
    Charlie24

    Wichtig: Fast jeder Steuerpflichtige hat Vorsorgeaufwendungen (z.B. Beiträge zur Krankenversicherung) und muss deshalb seiner Einkommensteuererklärung die Anlage Vorsorgeaufwand hinzufügen!

  4. #24
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    Standard AW: Weniger Steuerrückerstattung bei Riester mit Kind?

    Zitat Zitat von multi Beitrag anzeigen
    Das mag schief gehen, wenn das Kind für Januar geplante Kind überraschend schon am 31.12. kommt, aber wenn das Kind erstmal da ist, ist das doch kein Hexenwerk?
    Und jetzt rate mal, an welchem Tag das Kind kam!!!

    Wir werden nächstes Jahr die Beiträge runter setzen. Meine Frau war nun in Elternzeit, die 4% sind daher schnell erreicht....

    Zitat Zitat von Charlie24 Beitrag anzeigen
    Den Riestervertrag für meine Ehefrau habe ich deshalb vor 3 Jahren einfach stillgelegt, es wird
    dort seitdem nichts mehr eingezahlt. Das führt aber nur zur Schadensbegrenzung.
    ihr zahlt wirklich gar nichts mehr ein?
    Wir überlegen uns das auch gerade. Die Kinderzulage läuft ja weiterhin rein, die Grundzulage dann nicht mehr. ich glaub 60 Euro sollte man noch mind. pro Jahr einzahlen. Mal schauen, was der allianz typ nächste wocher erzählt...
    Oder ob es sich lohnt das Geld für einen Hausbau herauszuholen...

  5. #25
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    Standard AW: Weniger Steuerrückerstattung bei Riester mit Kind?

    Nein, es wird da nichts mehr eingezahlt. Kinderzulage gibt es für uns ohnehin nicht mehr und da ich bereits in Rente bin und wir deshalb auch weniger Steuern zahlen als früher,

    rechnet sich das mit dem Sonderausgabenabzug auch nicht wirklich. Das ist alles nur ein Verschiebebahnhof, aber unterm Strich kommt da für uns nichts heraus.

    Ich will jetzt nicht behaupten, dass Riester in jedem Fall unrentierlich ist, aber ich habe die Rendite für uns im Jahr 2015 nachkalkuliert und festgestellt, dass die 2002 von uns pro Riester

    getroffene Entscheidung objektiv falsch war. Damals wusste ich allerdings auch nicht, dass die Versicherer eigene Sterbetafeln anwenden dürfen.

    Aussteigen bringt bei der momentanen Zinsflaute auch nichts, also ruht das Ganze jetzt bis zum Renteneintritt meiner Frau.
    Freundliche Grüße
    Charlie24

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  6. #26
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    Standard AW: Weniger Steuerrückerstattung bei Riester mit Kind?

    Hallo,

    >>>Man kann der "klammheimlichen Erhöhung" des Riestervertrages durch die 300€ höhere Zulage doch einfach entgegenwirken, indem man 300€/Jahr weniger in den Vertrag einzahlt.

    Ja, kann man.
    Dazu muss man es aber erstens überhaupt bemerken (Lieschen Müller weiß ja oft gar nicht warum sie mehr oder weniger Steuererstattung bekommt), zweitens darf man nicht von Riester überzeugt sein (wer das ist der freut sich doch über 300 Euro mehr im Vertrag, die er nicht komplett selber zahlen muss), und drittens muss man das auch berechnen können (wir hier können das wahrscheinlich).

    Übrigens schön, dass wir uns bei der Riester-Beurteilung mal weitgehend einig sind.
    Wo ich nicht mitgehe ist der zwischen den Zeilen stehende Vorwurf gegen die Anbieter. Ich kritisiere da nämlich in erster Linie den Gesetzgeber, der hat es - wie so oft - verbockt.

    Stefan

  7. #27
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    Standard AW: Weniger Steuerrückerstattung bei Riester mit Kind?

    Ich kritisiere da nämlich in erster Linie den Gesetzgeber, der hat es - wie so oft - verbockt.
    Da werde ich dir nicht widersprechen! In meinem Fall ist das eindeutig ein Geschäft für den Gesetzgeber, es sei denn, ich würde wirklich 100 Jahre alt, was ich aber gar nicht anstrebe.
    Freundliche Grüße
    Charlie24

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