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Thema: Erstattungszinsen beim FA versteuern

  1. #11
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    Standard AW: Erstattungszinsen beim FA versteuern

    Verzeihe bitte die doofe Nachfrage, aber um das klarzustellen: Generell keine Abgabepflicht, Kapitalerträge in Summe unter 801€ durch Erstattungszinsen UND Zinsen der Bank (minimal) und evtl. Gewinne beim Fondssparen. Dies begründet eine Abgabepflicht obwohl die (Depot-)Bank die Steuern direkt abführt Bzw. Ein Freistellungsauftrag vorliegt?

    Wie ist es eigtl, wenn ich auf meinem Girokonto zb 1€ Zinsen erhalte, behält die Bank dann tatsächlich 25ct und führt diese ab und Zahlt mit 75ct aus (angenommen kein FSA)?

  2. #12
    Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Erstattungszinsen beim FA versteuern

    Unabhängig davon, ob eine Abgabepflicht besteht oder nicht, ich würde eine Einkommensteuererklärung + Anlage KAP einreichen.
    Ich habe es schon mehrfach erlebt, dass das FA die Erstattungszinsen von sich aus als Einkünfte aus KAP angesetzt hat und hierbei mangels Kenntnis der anderen Kapitaleinkünfte den Sparerfreibetrag nicht gegengerechnet hat, so dass dies im Einspruchsverfahren berichtigt werden musste.
    Mit freundlichen Grüßen

    Beamtenschweiß
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    In der Anlage Vorsorgeaufwand - Zeile 11 (ab 2016) muss bei Arbeitnehmern, Rentnern und Beamten mit JA geantwortet werden.

    Bei den Werbungskosten gibt es keine Pauschalen außer den in § 9a EStG genannten.

  3. #13
    Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Erstattungszinsen beim FA versteuern

    Zitat Zitat von Beamtenschweiß Beitrag anzeigen
    Unabhängig davon, ob eine Abgabepflicht besteht oder nicht, ich würde eine Einkommensteuererklärung + Anlage KAP einreichen.
    Ich habe es schon mehrfach erlebt, dass das FA die Erstattungszinsen von sich aus als Einkünfte aus KAP angesetzt hat und hierbei mangels Kenntnis der anderen Kapitaleinkünfte den Sparerfreibetrag nicht gegengerechnet hat, so dass dies im Einspruchsverfahren berichtigt werden musste.
    Hallo,

    auch meine Erfahrung

    Gruß FIGUL

  4. #14
    Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Erstattungszinsen beim FA versteuern

    M.E. besteht aufgrund § 32d Abs. 3 EStG grundsätzlich eine Pflicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung, da steuerpflichtige Kapitalerträge vorliegen, die nicht der Kapitalertragsteuer unterlegen haben. Erst in einem nächsten Schritt kann INNERHALB DER ANLAGE KAP nach § 32d Abs. 6 EStG den Antrag auf Günstigerprüfung stellen mit dem häufigen Ergebnis, dass letztlich nichts herauskommt, da der Sparerpauschbetrag nicht überschritten wurde. Das ändert aber an der Abgabeverpflichtung nichts !

    ABER:

    Es gibt eine Billigkeitsregelung im Anwendungserlass zur Abgeltungssteuer (aktuell Fassung vom 03.05.2017) in Rz. 183, die in unleserlichen Kauderwelsch Folgendes sagt:

    Ist die beim Kapitalertragsteuerabzug angesetzte Bemessungsgrundlage kleiner als die tatsächlich erzielten Erträge, tritt die Abgeltungswirkung nach § 43 Absatz 5 EStG nur insoweit ein, als die Erträge der Höhe nach dem Steuerabzug unterliegen. Für den darüber hinausgehenden Betrag besteht eine Veranlagungspflicht nach § 32d Absatz 3 EStG. Aus Billigkeitsgründen kann hiervon abgesehen werden, wenn die Differenz je Veranlagungszeitraum nicht mehr als 500 € beträgt und keine weiteren Gründe für eine Veranlagung nach § 32d Absatz 3 EStG vorliegen.

    Übersetzt heißt das: Ja, es besteht eine Veranlagungspflicht nach § 32d Abs. 3 EStG. Wenn die Kapitalerträge, die nicht der Abgeltungssteuer unterlegen haben (= sie dürfen GRUNDSÄTZLICH nicht der Abgeltungssteuer unterlegen haben, Erträge mit Abgeltungssteuer iHv 0 € sind hier NICHT gemeint), wie z.B. ausländische Zinserträge oder Erstattungszinsen des Finanzamts höchstens 500 € betragen, DANN aus Billigkeitsgründen keine Abgabeverpflichtung, auch wenn das Gesetz etwas Anderes sagt. M.E. gilt das pro Person, d.h. bei Eheleuten ggf. 1.000 €, aber das ist meine unmaßgebliche Privatmeinung.
    Schönen Gruß

    Picard777

  5. #15
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    Standard AW: Erstattungszinsen beim FA versteuern

    Danke für eure Antworten, ich fülle die Anlage KAP dann einfach aus. Hat diesbezüglich noch jemand Antworten zu Beitrag #2 in diesem Thread?

  6. #16
    Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Erstattungszinsen beim FA versteuern

    Warte doch einfach mal die Steuerbescheinigung ab, abgesehen davon, dass das Alles nichts mit Elster zu tun hat.

    Die Frage, was bei Verlusten passiert, stellt sich für Dich letztlich sowieso nicht (mehr). Denn wenn Du welche hättest, werden die bankintern vorgetragen, es sei denn Du hättest bei Deiner Bank bis zum 15.12. die Ausstellung einer Verlustbescheinigung beantragt, wofür es jetzt zu spät ist.
    Schönen Gruß

    Picard777

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