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Thema: Kleinunternehmer - EU-Dienstleistungen - Umsatzsteuervornameldung

  1. #1
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    Standard Kleinunternehmer - EU-Dienstleistungen - Umsatzsteuervornameldung

    Hallo liebe Community.
    Ich hätte mal eine Frage: Ich arbeite parallel zum Studium in Deutschland als Redakteur für ein Nachrichtenportal in Österreich. Mir ist bewusst, dass ich dadurch auch eine monatliche Umsatzsteuervoranmeldung abgeben muss. Auf den Rechnungen steht das Reverse Charge-Verfahren. Allerdings werde ich irgendwie aus den Feldern bei der Voranmeldung nicht ganz schlau, in welches Feld ich jetzt meinen Umsatz vom Vormonat eintragen muss. Ich hoffe, dass mir jemand von euch aushelfen kann.
    Viele Grüße

  2. #2
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    Standard AW: Kleinunternehmer - EU-Dienstleistungen - Umsatzsteuervornameldung

    Zitat Zitat von cowolff Beitrag anzeigen
    Vormonat
    Du gibst immer den Umsatz an, der im entsprechenden Voranmeldungszeitraum angefallen ist.

    Solltest Du nichtsteuerbare sonstige Leistungen erbringen, dann sind diese bei den nichtsteuerbaren sonstigen Leistungen einzutragen.

    EDIT: nein, stimmt ja gar nicht. Auch diese Umsätze sind Kleinunternehmerumsätze. Du musst keine Voranmeldung abgeben.
    (Vorausgesetzt meine Vermutung mit den nichtsteuerbaren sonstigen Leistungen war richtig).
    Geändert von L. E. Fant (11.04.2019 um 11:03 Uhr)

  3. #3
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    Standard AW: Kleinunternehmer - EU-Dienstleistungen - Umsatzsteuervornameldung

    Aber wenn man als Kleinunternehmer Leistungen für Unternehmen im EU-Ausland erbringt, muss man doch eine Voranmeldung machen, oder?

  4. #4
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    Standard AW: Kleinunternehmer - EU-Dienstleistungen - Umsatzsteuervornameldung

    Zitat Zitat von cowolff Beitrag anzeigen
    Aber wenn man als Kleinunternehmer Leistungen für Unternehmen im EU-Ausland erbringt, muss man doch eine Voranmeldung machen, oder?
    Aber doch nur, wenn du der Steuerschuldner bist.
    Freundliche Grüße
    Charlie24

    Wichtig: Fast jeder Steuerpflichtige hat Vorsorgeaufwendungen (z.B. Beiträge zur Krankenversicherung) und muss deshalb seiner Einkommensteuererklärung die Anlage Vorsorgeaufwand hinzufügen!

  5. #5
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    Standard AW: Kleinunternehmer - EU-Dienstleistungen - Umsatzsteuervornameldung

    Ach sooo. Heißt also, dass wenn auf den Rechnungen das Reverse Charge-Verfahren angewendet wird und die Steuerlast somit bei dem Unternehmen liegt, für das ich arbeite, muss ich keine Steuervoranmeldung machen?
    Vielen Dank

  6. #6
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    Standard AW: Kleinunternehmer - EU-Dienstleistungen - Umsatzsteuervornameldung

    Hallo cowolff,

    da schaust du mal die Umsatzsteuervoranmeldung Seite 2 Zeile 48 ->Kennziffer 46 an und die Eingabehilfe verweist dich auf Sonstige Leistungen nach § 3a Abs. 2 UStG eines im übrigen Gemeinschaftsgebiet ansässigen Unternehmers.

    Solltest du nicht steuerbare sonstige Leistungen erbringen -> siehe Beitrag L.E.Fant.

    Tschüß

  7. #7
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    Standard AW: Kleinunternehmer - EU-Dienstleistungen - Umsatzsteuervornameldung

    Also muss ich jetzt ne Voranmeldung machen oder nicht, wenn ich von einem Unternehmen bezahlt werde, das im EU-Ausland sitzt und wo auf den Rechnungen das Reverse Charge-Verfahren angewendet wird?

  8. #8
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    Standard AW: Kleinunternehmer - EU-Dienstleistungen - Umsatzsteuervornameldung

    Zitat Zitat von cowolff Beitrag anzeigen
    Also muss ich jetzt ne Voranmeldung machen oder nicht, wenn ...
    Die Antwort ergibt sich aus den Beiträgen 2, 4 und 6.

  9. #9
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    Standard AW: Kleinunternehmer - EU-Dienstleistungen - Umsatzsteuervornameldung

    Du bist doch der Leistungserbringer und das Nachrichtenportal in Österreich ist der Leistungsempfänger.

    Das Reverse-Charge-Verfahren bewirkt den Wechsel der Steuerschuldnerschaft, das heißt, Steuerschuldner wird der Leistungsempfänger.

    In den Rechnungen muss auf die Steuerschuldumkehr hingewiesen werden, was du nach deinen Angaben ja auch machst.

    Für die im übrigen Gemeinschaftsgebiet ausgeführten sonstigen Leistungen, für die die Steuer in einem anderen Mitgliedstaat von einem dort ansässigen Leistungsempfänger geschuldet wird,

    gibt es in der Umsatzsteuervoranmeldung zwar die Zeile 40 Kennzahl 21, da aber Kleinunternehmer keine ZM abgeben müssen (§ 18a Abs. 4 UStG), ist es völlig sinnlos, eine Voranmeldung abzugeben.

    Ohne ZM-Einreichung ist das eine für das Finanzamt nicht verwertbare Nachricht.

    Gelegentlich wird die Auffassung vertreten, Kleinunternehmer dürften Unternehmen in anderen EU-Ländern gar kein Reverse-Charge-Rechnungen ausstellen.

    Ich wüsste allerdings nicht, warum das verboten wäre. Eine Umsatzsteuer-ID wirst du ja sicher haben?
    Freundliche Grüße
    Charlie24

    Wichtig: Fast jeder Steuerpflichtige hat Vorsorgeaufwendungen (z.B. Beiträge zur Krankenversicherung) und muss deshalb seiner Einkommensteuererklärung die Anlage Vorsorgeaufwand hinzufügen!

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