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Thema: Richtiger Umgang mit AVEÜR

  1. #1
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    Standard Richtiger Umgang mit AVEÜR

    Kurze Frage: Im Laufe der Jahre ist mein Anlagenverzeichnis weiter und weiter angewachsen. Tatsächlich sind hierbei aber viele Geräte, die schon seit Jahren kpl. abgeschrieben sind bzw. einen Buchwert von 0 ausweisen (Drucker für 400€ aus dem Jahre 2007 etc. - das Gerät existiert schon lange nicht mehr - nur noch im Anlagenverzeichnis ;-))

    Nachdem ich in 2018 ein seit 12 Jahren zum Betriebsvermögen gehörendes Auto verkauft habe (das auch schon seit Jahren abgeschrieben ist) tauchte die Frage auf, wie ich den Verkaufserlös bzw. den Abgang in der AVEÜR richtig erfasse.

    Klar: Die Einnahme ist in der EÜR entsprechend als Verkauf von Anlagevermögen angegeben - wie krieg ich aber das Fzg auch tatsächlich aus dem Anlageverzeichnis raus? Ich hab im Feld Abgang den Wert eingetragen, den ich auch auf der EÜR als Einnahme angegeben habe - das brachte aber einen negativen Buchwert ....

    Daraufhin hab ich mit meinem Finanzamt telefoniert: Während der - wirklich nette - Mitarbeiter dachte, er hätte mich in die Warteschleife gehängt, hörte ich sein diesbezügliches Gespräch mit einer Kollegin mit: Auch den beiden war offensichtlich nicht klar, in wie weit hier ein Abgang eingegeben werden kann/muss, wenn der Buchwert bei 0 ist ....

    Letztendlich kam dann der Tipp seitens des FA doch die Position einfach zu löschen. Argumentation (der ich mich vollumfänglich anschliesse!): Wenn hier schon ein Mülleimer-Symbol das Löschen zulässt, dann kann man es auch löschen. In diesem Zuge habe ich jetzt einfach mal die ganzen "ollen Kamellen" gelöscht, die schon seit Jahren einen Buchwert von 0 haben .....

    Der richtige Weg kann das doch aber nicht sein, oder ? - es kommt mir "zu einfach" vor ....

    Danke für ein Feedback

    Grüße Gerd

  2. #2
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    Standard AW: Richtiger Umgang mit AVEÜR

    Bei Abgang musst du den Restbuchwert eintragen, nicht den Veräußerungserlös. Wenn etwas z. B. noch mit 1,00 € Erinnerungswert in der AVEÜR steht, dann trägst du eben 1,00 € ein.
    Weil ein Abgang mit 0,00 in der elektronischen AVEÜR nicht bzw. schlecht darstellbar ist, bucht man ja mit solchen Erinnerungswerten.

    Wenn man ein Anlagegut ohne Erlös verschrottet, schreibt man einen Eigenbeleg über den Zeitpunkt der Verschrottung und nimmt das Wirtschaftsgut dann auch über einen Abgang aus der AVEÜR.
    Geändert von Charlie24 (10.05.2019 um 12:44 Uhr)
    Freundliche Grüße
    Charlie24

    Wichtig: Fast jeder Steuerpflichtige hat Vorsorgeaufwendungen (z.B. Beiträge zur Krankenversicherung) und muss deshalb seiner Einkommensteuererklärung die Anlage Vorsorgeaufwand hinzufügen!

  3. #3
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    Standard AW: Richtiger Umgang mit AVEÜR

    Hallo Charlie. Danke für die Antwort, macht auch Sinn.

    Das Problem ist (bzw. war), dass eben hier kein "Erinnerungsbuchwert" eingetragen war, tatsächlich waren die Buchwerte seit Jahren auf 0 - auch in der AVEÜR. Das ganze ist "schon passiert", bevor ich mich mit der Thematik richtig beschäftigt hatte. Es wurde rein rechnerisch immer richtig abgeschrieben, zum Schluss war alles abgeschrieben, und da war dann einfach ein Buchwert von 0 drin .... also "sauber versteuert" ist alles. Mir ging es wirklich nur um die Verschlankung des Anlagenverzeichnisses. Um hier aber einen Abgang buchen zu können, müsste ich erst wieder einen Zugang buchen ..... das erscheint mir dann doch etwas stupide ;-)

    Unterm Strich reden wir aber bei mir auch über keine "Riesenbeträge" - die Afa für 2018 beträgt gerade mal noch 1100 €, bei einem Restbuchwert von 4000€ oder so ... also alles überschaubar.

  4. #4
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    Standard AW: Richtiger Umgang mit AVEÜR

    Die Buchung eines Erinnerungswerts ist nicht verpflichtend, man darf schon auch auf 0,00 € abschreiben. Es ist aber m. E. einfacher, mit Erinnerungswerten zu arbeiten,

    weil man dann den Abgang im richtigen Jahr auch in der AVEÜR sieht. Sonst muss man ja 2 Jahre ansehen und vergleichen, um zu erkennen, welche Anlagegüter im Vorjahr abgegangen sind.
    Freundliche Grüße
    Charlie24

    Wichtig: Fast jeder Steuerpflichtige hat Vorsorgeaufwendungen (z.B. Beiträge zur Krankenversicherung) und muss deshalb seiner Einkommensteuererklärung die Anlage Vorsorgeaufwand hinzufügen!

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