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Thema: Erbengemeinschaft: einheitliche und gesonderte Feststellung, Versorgungsbezüge

  1. #1
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    Beitrag Erbengemeinschaft: einheitliche und gesonderte Feststellung, Versorgungsbezüge

    Liebe Foraner,

    ich habe mal wieder ein Spezialproblem und hoffe auf Eure Hilfe!

    Als Erbengemeinschaft haben wir nach dem Tod der Mutter noch einmalig Versorgungsbezüge (Witwenpension) ausgezahlt bekommen, versteuert mit Lohnsteuerklasse VI. Desweiteren liefen noch mehrere Monate Kapitalerträge auf, bis die geerbten Konten übertragen und aufgelöst waren.

    Die Formulare ESt 1 B und die Anlagen FB habe ich ausgefüllt. Der Eintrag der Kapitalerträge ist auch klar. Nun hatte ich diese Versorgungsbezüge in Anlage SO eingetragen, bei der Prüfung reklamiert ELSTER aber, ich müsse dazu noch eine Anlage FE-2 dazu ausfüllen.

    -Es ist eine Anlage SO vorhanden. In diesem Fall müssen gleichzeitig mindestens für die Gesellschaft Angaben in einer Anlage FE2 getätigt sein.-

    Das erschließt sich mir nun gar nicht, denn auf Anlage FE-2 gibt es gar keine Möglichkeit, Versorgungsbezüge einzutragen???

    Kann mir jemand sagen, was ich falsch mache? Muß ich die Versorgungsbezüge in eine andere Anlage als SO eintragen und wenn ja, in welche?

    Für Eure Mühe bedanke ich mich im Voraus und hoffe auf hilfreiche Tipps!

    Gruß von Charlotte

  2. #2
    Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Erbengemeinschaft: einheitliche und gesonderte Feststellung, Versorgungsbezüge

    Wo genau in der Anlage SO wurde denn das Sterbegeld erklärt?
    Freundliche Grüße
    Charlie24

    Wichtig: Fast jeder Steuerpflichtige hat Vorsorgeaufwendungen (z.B. Beiträge zur Krankenversicherung) und muss deshalb seiner Einkommensteuererklärung die Anlage Vorsorgeaufwand hinzufügen!

  3. #3
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    Standard AW: Erbengemeinschaft: einheitliche und gesonderte Feststellung, Versorgungsbezüge

    Es war kein Sterbegeld, die Finanzkasse zahlt die Witwenpension rückwirkend zur Mitte des jeweiligen Monats und meine Mutter ist am Anfang verstorben.

    Eingetragen habe ich das Geld in Zeile 8 unter "Leistungen"

  4. #4
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    Standard AW: Erbengemeinschaft: einheitliche und gesonderte Feststellung, Versorgungsbezüge

    Leistungen sind das meiner Meinung nach nicht und wenn ich mir die verfügbaren Anlagen zur ESt 1 B so anschaue, passt da nichts wirklich.

    Wie steuerlich damit umzugehen ist, steht in den Lohnsteuerrichtlinien unter R 19.9 Abs. 2. Wie man das erklärungstechnisch über eine Feststellungserklärung löst, steht dort leider nicht.

    https://datenbank.nwb.de/Dokument/An...523165_19___9/
    Freundliche Grüße
    Charlie24

    Wichtig: Fast jeder Steuerpflichtige hat Vorsorgeaufwendungen (z.B. Beiträge zur Krankenversicherung) und muss deshalb seiner Einkommensteuererklärung die Anlage Vorsorgeaufwand hinzufügen!

  5. #5
    Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Erbengemeinschaft: einheitliche und gesonderte Feststellung, Versorgungsbezüge

    Hallo 112Not,

    um andere nicht zu verwirren, würde ich das Thema mal in Mein Elster verschieben, denn in Elsterformular ist es nicht möglich eine einheitlie und gesonderte Feststellung zu erstellen.

    Tschüß

  6. #6
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    Standard AW: Erbengemeinschaft: einheitliche und gesonderte Feststellung, Versorgungsbezüge

    Vielen Dank für die Antworten und das Verschieben ins passendere Forum!

    Schade, dass niemand was Genaues weiß. Ich habe die Anlage jetzt gewechselt und den einmaligen Versorgungsbezug in Anlage FE2 unter Sonstiges eingetragen. Zumindest kommt jetzt keine Fehlermeldung mehr. Wenn das Finanzamt dazu Rückfragen hat, kann es sich ja melden...

    MfG Charlotte

  7. #7
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    Standard AW: Erbengemeinschaft: einheitliche und gesonderte Feststellung, Versorgungsbezüge

    Schade, dass niemand was Genaues weiß.
    Es gibt leider nichts Genaues. Nach der amtlichen Anleitung ist die Anlage FE 2 für Veräußerungsgewinne, andere tarifbegünstigte Einkünfte und

    Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften gedacht, passt also objektiv auch nicht wirklich. Sonstige Einkünfte gemäß Seite 5 sind es ebenfalls nicht.

    Die Erben müssen die Anteile aus der Witwenpension -vermindert um die Freibeträge für Versorgungsbezüge (§ 19 Abs. 2 EStG) – als Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit

    im Rahmen ihrer Einkommensteuererklärung erfassen. Dafür passt keine einzige der zur ESt 1 B verfügbaren Anlagen.

    Sowohl die Freibeträge für Versorgungsbezüge wie die einbehaltene Lohnsteuer können ebenfalls nur in der Einkommensteuererklärung erfasst werden. Wenn, wovon ich ausgehe, die

    Lohnsteuerbescheinigung auf nur einen der Erben ausgestellt wurde, wird das Finanzamt die Einkünfte dieser Person zuordnen. Der kann dann die an die anderen Erben verteilten

    Beträge als negative Einkünfte deklarieren.

    Ich würde das Thema mit dem zuständigen Sachbearbeiter des Finanzamts besprechen, ob das denn überhaupt in die Feststellungserklärung soll.
    Freundliche Grüße
    Charlie24

    Wichtig: Fast jeder Steuerpflichtige hat Vorsorgeaufwendungen (z.B. Beiträge zur Krankenversicherung) und muss deshalb seiner Einkommensteuererklärung die Anlage Vorsorgeaufwand hinzufügen!

  8. #8
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    Standard AW: Erbengemeinschaft: einheitliche und gesonderte Feststellung, Versorgungsbezüge

    Vielen Dank für die sehr informative Antwort, Charlie!

    Die Bezügemittleilung ist tatsächlich auf meinen Miterben ausgestellt, der mir dann die Hälfte des Betrages überwiesen hat. Für ihn als Angestellten sollte es kein Problem sein, den Gesamt-Betrag in seiner Anlage N z.B. in Zeile 27 unter "steuerfrei erhaltene Aufwandsentschädigungen/ Einnahmen" einzutragen. Wo aber kann er die an mich ausgezahlte Hälfte des Betrages dann aber wieder abziehen?

    Für mich ist das mit Anlage N schwierig, da ich selbstständig bin, nur Anlage EÜR abgebe und keine Lohnsteuerkarte habe. Oder kann ich auch ohne Angaben aus einer Lohnsteuerkarte unter Zeile 27 diesen Betrag einsetzen???

    Fragen über Fragen.. bin sehr gespannt, ob ihr mir hier nochmal weiterhelfen könnt???

    Vielen Dank jedenfalls für die Mühe, in meinen "Wust" Klarheit zu bekommen!!!

    Gruß von Charlotte

  9. #9
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    Standard AW: Erbengemeinschaft: einheitliche und gesonderte Feststellung, Versorgungsbezüge

    Zitat Zitat von 112Not Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für die sehr informative Antwort, Charlie!

    Die Bezügemittleilung ist tatsächlich auf meinen Miterben ausgestellt, der mir dann die Hälfte des Betrages überwiesen hat. Für ihn als Angestellten sollte es kein Problem sein, den Gesamt-Betrag in seiner Anlage N z.B. in Zeile 27 unter "steuerfrei erhaltene Aufwandsentschädigungen/ Einnahmen" einzutragen. Wo aber kann er die an mich ausgezahlte Hälfte des Betrages dann aber wieder abziehen?

    Für mich ist das mit Anlage N schwierig, da ich selbstständig bin, nur Anlage EÜR abgebe und keine Lohnsteuerkarte habe. Oder kann ich auch ohne Angaben aus einer Lohnsteuerkarte unter Zeile 27 diesen Betrag einsetzen???

    Fragen über Fragen.. bin sehr gespannt, ob ihr mir hier nochmal weiterhelfen könnt???

    Vielen Dank jedenfalls für die Mühe, in meinen "Wust" Klarheit zu bekommen!!!

    Gruß von Charlotte

    Hallo,

    wenn,dann betrifft das Erbschaftsteuer.
    Das andere ist doch geregelt.
    Du bekommst die Hälfte und gut ist es.
    Das hat doch nichts mit Einkommensteuer zu tun

    Gruß FIGUL

  10. #10
    Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Erbengemeinschaft: einheitliche und gesonderte Feststellung, Versorgungsbezüge

    Das hat doch nichts mit Einkommensteuer zu tun
    Natürlich hat das etwas mit der Einkommensteuer zu tun. Da ist Lohnsteuer nach der Steuerklasse VI einbehalten worden und die Empfänger müssen die Pension

    bzw. ihren Anteil davon als Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit erklären. Wegen der Steuerklasse VI besteht auch bei dem Angestellten Erklärungspflicht.

    Das sind auch keine steuerfreien Aufwandsentschädigungen! Wer ohnehin schon eine Anlage N ausfüllt, der fügt eine 2. Lohnsteuerbescheinigung hinzu und trägt

    50% der bescheinigten Werte ein, wobei es bei Mein ELSTER eine eigene Eintragungsmöglichkeit für die Steuerklasse VI gibt.

    Auch als Selbstständiger erklärst du deine Hälfte in der Anlage N, die kannst du doch deiner Einkommensteuererklärung hinzufügen. Bruttolohn, Steuern, BMG für

    den Versorgungsfreibetrag jeweils 50%, den Rest laut den Nummern der Lohnsteuerbescheinigung.

    Beide Beteiligte müssen das natürlich auch erläutern, das geht aber über die Zeile 98 des Hauptvordrucks - Ergänzende Angaben zur Steuererklärung - ganz gut.
    Freundliche Grüße
    Charlie24

    Wichtig: Fast jeder Steuerpflichtige hat Vorsorgeaufwendungen (z.B. Beiträge zur Krankenversicherung) und muss deshalb seiner Einkommensteuererklärung die Anlage Vorsorgeaufwand hinzufügen!

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