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Thema: Renteneintritt Ehepartner - fette Nachzahlung fällig?

  1. #11
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    Standard AW: Renteneintritt Ehepartner - fette Nachzahlung fällig?

    Die Ehefrau hat eine steuerpflichtigen Anteil der gesetzlichen Rente von 8662€ und eine steuerpflichtige Zusatzrente von 991€.
    Die ist genauso steuerpflichtig wie deine Einkünfte oder ihr Einkommen vor Renteneintritt.

    Der Grundfreibetrag ist in der Grundtabelle (einfach) bzw. in der Splittingtabelle (doppelt) bereits eingearbeitet, und er wurde ebenso bereits berücksichtigt, als die Frau noch gearbeitet hat. Die Argumentation, dass der steuerpflichtige Teil der gesetzlichen Rente steuerfrei wäre, weil er unter dem Freibetrag läge, ist falsch. Mit der selben Logik hättest du dich vorher beschweren müssen, dass ihr ebenso hohes Arbeitseinkommen nicht steuerfrei ist.

    Und warum dein Gesamtbetrag der Einkünfte höher ist als die Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, können wir dir nicht sagen. Wahrscheinlich wirst du noch andere Einkunftsarten haben.

  2. #12
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    Standard AW: Renteneintritt Ehepartner - fette Nachzahlung fällig?

    Ok, danke an alle für die ganzen Antworten, klingt alles logisch.
    Wird mir langsam klar dass ich um die Nachzahlung nicht herumkomme, aber mein Inneres wehrt sich noch und sagt ständig "das kann doch nicht wahr sein!" :-(


    Und natürlich, sehe ich jetzt, waren oben noch Einkünfte vorhanden, sorry.

    Grüße
    Helmstein

  3. #13
    Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Renteneintritt Ehepartner - fette Nachzahlung fällig?

    Sorry, wo ist hier die Logik, wenn laut obiger Tabelle in 2018 gemeinsam 18.000 € Freibetrag angesetzt werden können?
    Die Logik besteht in gemeinsam und bezieht sich auf das Gesamteinkommen von Ehegatten. Bei jedem den doppelten Grundfreibetrag zu rechnen, ist nun mal falsch.

    Außerdem ist die gesamte Rechnerei mit Nachzahlungen und Erstattungen nicht zielführend, vergleichen darf man nur die jährlichen Steuerfestsetzungen.
    Freundliche Grüße
    Charlie24

    Wichtig: Fast jeder Steuerpflichtige hat Vorsorgeaufwendungen (z.B. Beiträge zur Krankenversicherung) und muss deshalb seiner Einkommensteuererklärung die Anlage Vorsorgeaufwand hinzufügen!

  4. #14
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    Standard AW: Renteneintritt Ehepartner - fette Nachzahlung fällig?

    Hallo,

    >>>andererseits bleibt die Frage, warum sich hier überhaupt eine Steuerpflicht der Rente der Partnerin ergeben sollte.

    Eigentlich hatte ich das in #3 schon beantwortet.
    Bei Steuerklasse 3 wird davon ausgegangen, dass der Ehepartner keine Einkünfte hat (jedenfalls keine ohne Lohnsteuerabzug). Es ist also nicht deine Frau die Steuern (nach)zahlen muss sondern du, und zwar weil du ihren Grundfreibetrag quasi abgezweigt hast (durch die Steuerklasse 3), obwohl sie ihn selber noch braucht.

    Es gibt ja Paare mit getrennten Konten/Kassen (bei in Scheidung lebenden ist es praktisch auch so). Und wenn ihr das machen würdet* müsstest du die Nachzahlung komplett alleine leisten.

    *ich meine natürlich nicht die Scheidung, sondern nur die finanzielle Separierung


    >>>Rente ist bis auf ein paar Euro identisch mit dem vorherigen Lohn.

    OK, war ja auch nur einer der Punkte, der steuerfreier Anteil stimmte ja schon mal (konkret 24%). Dazu kommt übrigens noch eine Ersparnis bei den Sozialversicherungen (sie zahlt ja nur noch KV und PV, spart also RV und AV - und RV ist bekanntlich der größte Posten).
    Im Ergebnis steht man sich jedenfalls nach Renteneintritt steuerlich meist besser (keine Regel ohne Ausnahme).

    Stefan
    Geändert von reckoner (04.10.2019 um 11:16 Uhr)

  5. #15
    Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Renteneintritt Ehepartner - fette Nachzahlung fällig?

    Im Ergebnis steht man sich nach Renteneintritt steuerlich meist besser
    Das kann ich bestätigen! Auch ich habe seit Renteneintritt mehr Netto vom Brutto, was nichts daran ändert, dass das Brutto deutlich geringer ausfällt und damit auch das Netto.
    Freundliche Grüße
    Charlie24

    Wichtig: Fast jeder Steuerpflichtige hat Vorsorgeaufwendungen (z.B. Beiträge zur Krankenversicherung) und muss deshalb seiner Einkommensteuererklärung die Anlage Vorsorgeaufwand hinzufügen!

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