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Zwang zum Elster(n)

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    #16
    AW: Zwang zum Elster(n)

    Ich bin auch als Selbständiger zum Elstern verpflichtet, nutze die Vorteile dieses Systems aber schon seit 2000. ElsterFormular läuft auch auf Windows-Systemen, die schon ein paar Jahre alt sind, mit ElsterOnline habe ich weder unter Windows XP noch 7 Probleme.

    Ich bin dafür!

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      #17
      AW: Zwang zum Elster(n)

      Elster ist zwar nicht übermäßig bedienerfreundlich, aber gerade das liegt ja u.a. daran, dass Elster sehr sicher ist (auch wenn´s wahrscheinlich keine 100 %-ige Sicherheit gibt).
      Ich vertraue Elster.

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        #18
        AW: Zwang zum Elster(n)

        Hallo @all!
        Ich (76) bin dafür, bin schon einige Jahre dabei. Habe mich am 06.01. registriert und warte nun auf den Brief vom FA. Hat man Erfahrung, wie lange ich darauf warten muss? FA in Bremen hat wohl ein Softwareproblem. Stand in der Zeitung.

        Ich hoffe noch lange mein Elster-Formular ausfüllen zu können, was aber wenn ich nicht mehr kann? Sch...gesetzgebung :-(

        Grüße an die Zweifler und an die, die es auch mit Freude machen ;-)

        Abuelo

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          #19
          AW: Zwang zum Elster(n)

          Zitat von Creperie Beitrag anzeigen
          Also ich sehe den Zwang für uns selbstständige mit gemischten Gefühlen. Ich habe gerade 14 Tage ! gebraucht um diese schei.. Aktivierung hinzubekommen, welchem Finanzamt kann ich das in Rechnung stellen? Jetzt wollte ich mich probeweise mal einloggen, aber wie ? Eine logische Bedienungsanleitung habe ich noch nicht gefunden.Wenn schon Zwang, dann sollte das Ganze auch für Jeden zu bewerkstelligen sein, nicht nut für IT-Profis.
          Hallo Creperie

          erstmals seit November 2012 bin ich (69) Computer Benutzer ohne
          Vorkenntnisse, also ein absoluter IT-Laie. Das 1. Login habe ich ohne Probleme
          erfolgreich durchgeführt.
          Zuletzt geändert von Hagen-Gronert; 02.03.2013, 21:33.

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            #20
            AW: Zwang zum Elster(n)

            zunächst bin ich froh, dass ich hier in einem Forum einen Beitrag schreiben kann.
            Nun zum Zwang des Elsterns: nun, ich sehe mich mit meiner PV Anlage gefühlt als Privatperson, und habe nun Unternehmerstatus, so verstehe ich das Finanzamt. Bisher habe ich immer mein Papier an den Schalter getragen - wunderbar !!
            Und jetzt muss ich per Computer - 8 Jahre alt und Linux - ich glaube irgendwas mit 700 KB oder so in der Telefonleitung - Elster ausfüllen. Das Langsamste ISDN was es gibt, laut Telekom und was schnelleres bekomme ich hier nicht - so heisst es.
            Ich brauche auch nichts anderes, für emails reicht es und mehr mache ich eh nicht.
            und nun habe ich mich an das Elster wagen müssen.
            Der erste Login hat bei mir auch funktioniert aber das erste Ausfüllen eines Formulares nicht. Mein Rechner bleibt einfach "Stehen". Und dann kommt Zeitüberschreitung und wirft mich raus.
            Als absoluter Computerlaie (und ich habe auch keine Zeit und Sinn dafür, mich da weiter reinzuknien wie es manch andere machen), würde ich als einfacher Benutzer Elster schon verwenden, wenn es denn einfach und mit meinem Rechner ginge.
            Ich sitze heute seit geschlagenen 3 Stunden hier am Bildschirm und habe keine Nerven mehr, wenn man älter ist, sind die auch nicht mehr so belastbar, die Nerven.
            ich gebe für heute auf und weiss nicht, wie ich meine UST Erklärung für das erste Quartal 2013 abgeben soll und der Termin ist ohnehin schon abgelaufen zum abgeben.
            Und man kann niemandem ein email schreiben und fragen - ich habe zumindest nichts gefunden hierfür.
            Hat jemand eine Idee, wie ich nun weitermachen könnte ?
            Danke
            Schmetterlingsbuntbarsch

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              #21
              AW: Zwang zum Elster(n)

              Hallo schmetterlingsbuntbarsch,

              vielleicht hilft diese Seite:
              https://www.elster.de/elster_soft_nw.php
              Gruss (S)stiller
              STEUERBESCHEIDE SIND NIE EIN MAILANHANG, VIRENGEFAHR!
              Bitte Fragen in das etwa zutreffende Unterforum stellen.
              ELSTER ELektronische STeuer ERklärung.
              Bitte prüfen Sie Ihre Software ständig auf Updates.
              Mein Elster (MEL) wird ab VZ 2020 das non plus ultra sein!
              Das BZST unterstützt auch das Elsterzertifikat, hat aber eigene Bereiche.
              Irren ist menschlich. Aber wenn man richtig Mist bauen will, braucht man einen Computer. (Dan Rather)

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                #22
                AW: Zwang zum Elster(n)

                Hallo Schmetterlingsbuntbarsch

                Sie schreiben: das erste Login hat bei mir auch funktioniert. Haben Sie ein Zertifikat? Um ein Zertifikat zu bekommen, hilft folgende Adresse:

                https.: //www.elsteronline.de/eportal/auth/Registrierung.tax

                dann benötigen Sie ELSTER-FORMULARE:

                https.: //www.elster.de/elfo-down.php

                Ich habe erst seit November 2012 einen Internetzugang. Bis dahin war ich Telekom-Kunde. Geschäftsfreunde empfahlen mir Kabel-Deutschland. Für mich gibt es hier folgende Leistungen: download 32.000 KBIT, upload 2.000 KBIT. Es gibt andere Anbieter über deren Leistungen Sie sich auch informieren können.
                Zuletzt geändert von Hagen-Gronert; 02.03.2013, 21:34.

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                  #23
                  AW: Zwang zum Elster(n)

                  Zitat von schmetterlingsbuntbarsch Beitrag anzeigen
                  Nun zum Zwang des Elsterns: nun, ich sehe mich mit meiner PV Anlage gefühlt als Privatperson, und habe nun Unternehmerstatus, so verstehe ich das Finanzamt.
                  Leider richtig. Ist zwar sicherlich off topic, aber die Verkäufer der Solaranlagen weisen leider -wenn überhaupt- nur in einem Nebensatz darauf hin, was da steuerlich auch an Aufwand dran hängt und dass die Rendite halt doch nicht so gut ist, weil Viele quasi gezwungenermaßen einen Steuerberater beauftragen müssen. Einfach so die Vorsteuer für den Kauf abholen und gut ist ist halt nicht, sondern das Ganze läuft halt nur deswegen, weil die PV-Anlagenbetreiber in den Genuss von steuerlichen Vorteilen kommen, WEIL sie sich freiwillig in den Bereich der Unternehmer und Gewerbetreibenden wagen - mit allen sich daraus ergebenden Konsequenzen. Und da ist -vermutlich- die Elsterthematik noch das kleinste Problem.
                  Schönen Gruß

                  Picard777

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                    #24
                    AW: Zwang zum Elster(n)

                    Zitat von schmetterlingsbuntbarsch Beitrag anzeigen
                    ich gebe für heute auf und weiss nicht, wie ich meine UST Erklärung für das erste Quartal 2013 abgeben soll und der Termin ist ohnehin schon abgelaufen zum abgeben.
                    Für das Quartal geben Sie "nur" eine Umsatzsteuervoranmeldung ab. Für das erste Quartal 2013 ist diese erst am 10.04.13 fällig. Falls Sie für das letzte Quartal 2012 noch eine Voranmeldung loswerden müssen, war dafür tatsächlich schon der 10.01.13 Termin. Bei der erstmaligen Verspätung reißt Ihnen aber selbst im Finanzamt niemand den Kopf ab .

                    In Sachen Computer werden Sie sich wohl etwas jüngeres und schnelleres zulegen müssen...

                    Was den Zwang zum Elstern angeht, reden Sie darüber am besten direkt mit Ihrem zuständigen Bearbeiter im Finanzamt.

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                      #25
                      AW: Zwang zum Elster(n)

                      Ich wurde vom FA jetzt auch gezwungen, mich mit der elektron. Steuererklärung zu beschäftigen.
                      Die erste Recherche ergab, dass es schockierend ist, dass sich offenbar so wenig Widerstand gegen diesen Mist in der Bevölkerung regt.

                      Ich bin, wie mein Nutzername schon zeigt, absolut gegen Elster. Bisher war mir Elster egal, weil es freiwillig war. Ich bin nicht gegen den technischen Fortschritt. Wer das Internet nutzen will (und sich dafür wegen des s.g. "technischen Fortschritts" auch jedes Jahr einen neuen PC kaufen will), der soll das meinetwegen tun.

                      Aber ich bin absolut dagegen, wenn mich eine Authorität - hier der Staatsapparat mit seinen z.T. absurden Gesetzen - gegen meinen Willen zwingt, dieses Elster zu benutzen und dafür die technischen Voraussetzungen zu schaffen (neuer PC, neue Software, tiefere Beschäftigung mit den aktuellen Entwicklungen und Bedrohungen im IT-Bereich, ständig neue SW updaten/installieren usw.). Das ist schon eine absolute Frechheit, wie der Staat hier die Freiheit des Bürgers beschneidet.

                      Es wäre stattdessen viel sinnvoller, die Steuergesetze wirklich zu vereinfachen (z.B. Abschaffung der zig verschiedenen Einkommensarten u.v.a.m), anstatt Gesetze mit Orwellschen Namen (Steuer"vereinfachungs"gesetz für ein Gesetz, dass zur Verkomplizierung führt) auszuhecken.

                      Meine absolute Kritik an diesem Zwang hat mehrere Gründe:
                      1. ITK-Industrie kauft Staat und Staat nötigt Bürger zum Kauf von ITK-Produkten:
                      Es scheint, dass sich hier der Staat von der Software und IT-Industrie kaufen lassen hat. Über den absoluten Zwang, PCs und Internet für die unumgehbare Bürgerpflicht des Steuerzahlens benutzen zu müssen, hat diese Industrie ein Mittel geschaffen, für permanenten Absatz und für eine "artifizielle Obsoleszenz" (künstliches Veralten, welches zum Kaufzwang für neue Produkte führt) zu sorgen. Das geht über die s.g. "Innovationszyklen der Software/Browser" in Kombination mit künstlich geschaffenen Inkompatibilitäten der Elsterwebseiten.
                      Konkret: Wer z.B. noch einen Windows98 Rechner mit einem Firefox2-Browser hat, kann damit noch leidlich (aber teils schon eingeschränkt) im Internet surfen. Vieles andere, wie Briefe im .doc-Format schreiben, Tabellenkalkulation für sein Kleinunternehmen etc. kann er damit weiter problemlos erledigen. Nun zwingt der Staat per Gesetz zur Nutzung des Elster-Portals, welches aber nicht mit Firefox2 benutzbar ist. Also: Neue Firefox-Version >2. Dieser Firefox ist aber bekannterweise nicht auf Win98 lauffähig. Also muss auch noch ein neues Betriebssystem her (z.B. WinXP oder höher). WinXP lässt sich aber auch nicht auf der alten Hardware installieren, also muss noch ein neuer PC gekauft werden. Damit ist erstmal das Grundprinzip gezeigt, wie über nicht abwärtskompatible Webseiten, deren Nutzung aber per Gesetz vorgeschrieben ist, der PC- und Software-Absatz angekurbelt und dauerhaft garantiert wird. Dieser Effekt ist in den Marketing-Abteilungen der Hard- u. Software-Industrie präzise geplant und kalkuliert. Über Branchenverbände der ITK-Industrie, wie dem BITKOM, werden weiterhin die Regierung bearbeitet und ihr die "Segnungen" von E-Government, vollständiger Digitalisierung schmackhaft gemacht.

                      Ist der Zwang zur Internetnutzung durch den Steuerbürger erstmal im Gesetz verankert, ist der wichtigste Schritt für immer währenden Absatz getan und der Staat ist gekauft worden. Nun muss die SW-Industrie nur immer neue Techniken für Webseiten entwickeln (z.B. HTML5 statt HTML3.2, neues Java, neues Shockwave usw. usf.), die nach Möglichkeit nur begrenzt oder nicht kompatibel zu älteren Browsern sind. Dies geschieht über Updates der Webseiten-Design-Tools.

                      Wenn nun das Elster-Portal ein "Facelifting" bekommt, dann wird man es nicht mehr mit einem WinXP-kompatiblen Browser benutzen können. Und wieder ein paar Jahre später wird auch ein Win7-kompatibler Browser nicht mehr langen. Jedesmal werden auch die Hardware-Anforderungen gesteigert (oder in Zukunft nur noch Tablet-Betriebssysteme unterstützt), so dass auch gleich noch ein neuer PC / neues Tablet gekauft werden muss.
                      Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist der Steuerbürger auch noch die Melkkuh der ITK-Industrie geworden: Die ITK-Industrie gibt über die [Pseudo-]Innovationszyklen für ihre Betriebssysteme/Hardware den Takt der Neuanschaffungen vor und die Bürger folgen wie die Lemminge, weil sie ja vom Staat per Gesetz gezwungen sind, weil die [unnötigerweise] immer komplexer gewordenen Steuergesetze nur noch mit Rechnern umgesetzt werden können und weil die Mehrheit glaubt, dass eine Rückkehr zur Internet-freien Steuererklärung nicht möglich wäre.

                      2. Dem Bürger wird Zeit und Geld geraubt
                      Der Zwang zur Elsternutzung führt zum Zwang einen Rechner zu kaufen und vorallem den Rechner immer up-to-date zu halten. Das kostet den mit Rechneradministration weniger vertrauten Nutzer erheblichen Zeitaufwand und/oder Kosten für eine PC-Service. Die steuerliche Absetzbarkeit dieser Kosten ist insbesondere bei niedrigeren Einkommen (z.B. 50000€ bei Verheirateten) keine wirkliche Entlastung. Auch bei hohen Einkommen bleiben 55% der Kosten beim Bürger hängen.
                      Die einzig akzeptable Lösung ist, dass der Staat die Kosten, die er mit seinen Zwangsgesetzen verursacht, komplett erstattet bzw. gleich die Hard- u. Software für die Steuererklärung zur Verfügung stellt. Bei bisherigen Papierverfahren hat der Staat ja auch die Formulare zur Verfügung gestellt!

                      3. Elster führt zu Umweltbelastung durch zunehmenden Elektronikschrott und wachsenden Resourcenverbrauch
                      Dieser Aspekt ist insbesondere eine direkte Folge des oben unter 1. dargestellten Zusammenhangs:
                      Wenn die ITK-Industrie nun effizienter und zwingender den Takt der Anschaffung von neuer Hardware steuern/vorgeben kann, dann kann die Nutzungsdauer von Hardware noch effizienter verkürzt werden. Dadurch steigt die Nachfrage nach Neugeräten und der Anfall von verschrotteten Geräten.
                      Die Umweltbelastung steigt durch erhöhten Resourcenverbrauch z.B. an seltenen Metallen wie sie im Kongo unter unmenschlichen Bedingungen abgebaut werden.
                      Aber auch das Recycling der Schrottgeräte findet teils in Entwicklungsländern unter unakzeptablen Zuständen statt. Und generell ist das Recycling mit hohem Energieverbrauch verbunden. Und dieser Energieverbrauch dient eigentlich nur dazu aus "alten" Geräten neue Geräte herzustellen, welche dann effektiv nur wieder das können was im Prinzip schon die alten Geräte konnten (Webseiten anschauen, Emails verschicken, Briefe schreiben usw.).
                      Man mag einwenden, dass die Leute immer neue Geräte kaufen und alte wegwerfen. Das Schlimme an Elster in dem Zusammenhang ist, dass es einen gesetzlich verordneten Zwang zu Anschaffung von neuer Rechnerhardware nach sich zieht.

                      4. Elster führt effektiv zu keiner Kostensenkung
                      Es wird immer wieder behaupt Elster führt zu Kosteneinsparungen, weil weniger Finanzbeamte gebraucht würden. Das ist zu bezweifeln: Wenn Beamte tatsächlich freigesetzt werden, dann treiben die wohl eher woanders ihr Unwesen oder sie gehen in den Ruhestand, wo sie durch Ihre Pensionen dem Staat (konkret dem Steuerzahler) weiterhin auf der Tasche liegen.

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                        #26
                        AW: Zwang zum Elster(n)

                        Hallo elsterfeind,

                        Niemand wird pauschal zum "Elstern" gezwungen, es sei denn jemand möchte alle steuerlichen Belange selbst abwickeln.
                        Ihnen steht es frei, Ihre steuerlichen Belange einer Steuerberatenden Fachkraft zu übertragen.
                        Damit wären die Punkte 1. 2. und 3. Ihres Scenarios obsolet.
                        Punkt 4 wäre nach einiger Zeit konkret zu bewerten.
                        Außerdem würden Sie mit der Übertragung Ihrer Steuerangelegenheiten wiederum
                        Arbeitsplätze unterstützen die ihrerseits Steuern zahlen und Familien ernähren.
                        Gruß, Basteltyp

                        ***Rückmeldung kann auch anderen Benutzern helfen***
                        ***Datensicherung schont Nerven und sichert die Freizeit***

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                          #27
                          AW: Zwang zum Elster(n)

                          Guten Abend @ elsterfeind,

                          mit Interesse habe ich Ihren Beitrag gelesen. Hier darf Ihnen ich dazu keinen
                          Kommentar anbieten. Ich erlaube mir die Äußerung, vom FA wurde ich auch
                          verpflichtet das ELSTER Verfahren anzuwenden.

                          ELSTER ist eine Entscheidung der Politik.

                          gez. H a g e n - G r o n e r t

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                            #28
                            AW: Zwang zum Elster(n)

                            Niemand wird im Übrigen gezwungen elster zu benutzen. Nur die elektronische Übermittlung ist z. B. für Gewerbetreibende vorgeschrieben. Es kann auch andere Software, z. B. wiso, datev, etc. verwendet werden.

                            Im Übrigen fehlen die Finanzbeamten, die eingespart werden sollen, bereits heute. Nur durch die elektronische Übermittlung und verarbeitung ist die Arbeit überhaupt noch zu schaffen. Die Unterbesetzung in den FÄ ist längst da.

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                              #29
                              AW: Zwang zum Elster(n)

                              Hallo Basteltyp!

                              Ihre Aussage ist leider falsch. Natürlich werde ich per Gesetz zur Übermittlung der Steuerdaten per Internet und mittels eines PCs gezwungen. Dies steht im Gesetz (§25 Abs. 4 EStG) und auch im Steuerbescheid: "Die Einkommensteuererklärung ist ab dem Veranlagungszeitraum 2011 elektronisch nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz an die Finazverwaltung zu übermitteln."

                              Selbst wenn ich das kostenlose Elster-Online verwende, muss ich dazu zumindest einen PC mit einer Konfiguration verwenden, die in wesentlichen Punkten von den Finanzbehörden vorgegeben wird ("Systemvoraussetzungen"). Das führt zwangsläufig zu den von mir genannten Punkten 1. bis 3.. Es führt weiterhin zu Kosten im Bereich einiger 100€, die ich eben höchstens absetzen kann, aber nicht vollständig erstattet bekomme. Eine andere Steuersoftware führt ggfs. zu weiteren Kosten.

                              Ich werde auch für 2013 wieder meine Steuererklärung in Papierform abgeben und bin gespannt, was dann passiert.

                              Dann wird sich wohl zeigen, dass meine Punkte 1., 2. und 3. wohl keinesfalls obsolet sind.

                              Ihr Hinweis, ich sollte doch einen Steuerberater mit der Angelegenheit betrauen, ist - mit Verlaub - völlig absurd (oder er bedeutet eventuell, dass Sie selber Steuerberater sind und den Umsatz Ihrer Gilde weiter vergrößern wollen???). Dies würde nämlich einen impliziten Zwang zur Inanspruchnahme eines Steuerberaters inklusive der damit verbundenen Kosten bedeuten. Und auch diese Kosten kann ich - wenn überhaupt - nur absetzen, aber ich bekomme sie nicht erstattet.

                              Es ist genaugenommen schon eine Zumutung für den Bürger, dass der Staat (im Rahmen von s.g. Steuer"vereinfachung"!!!) die Steuergesetze immer mehr verkompliziert und sie mit immer schnellerer Geschwindigkeit ändert, so dass die meisten Bürger nicht mehr durchsehen (können) und gezwungen sind, gegen Geld den Steuerberater zu beauftragen. Nun wollen Sie (oder auch der Staat) diejenigen, die ihre Steuererklärung immer noch selber und auf Papier machen (wie ich), durch den Zwang zur Wahl zwischen Pest (Steuerberater beauftragen) und Cholera (PC nach den Vorgaben des Finanzamtes anschaffen bzw. konfigurieren) final zur Strecke bringen.

                              Offensichtlich hat nicht nur die ITK-Industrie gute Lobbyarbeit geleistet (Zwang zu elektron. Steuererklärung) sondern auch der Verband der Steuerberater (immer kompliziertere Steuergesetze, immer häufigere Änderungen).

                              Leider haben die deutschen Steuerzahlerschafe keine Lobby zustande gebracht und akzeptieren friedlich allen Mist und Unfug, den die von ihnen mehrheitlich gewählte Legislative ihnen vorsetzt.
                              (Zu diesem viel weitergehenden Aspekt gibt es übrigens interessanten Lesestoff unter "http://www.heise.de/tp/artikel/40/40546/".)

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                                #30
                                AW: Zwang zum Elster(n)

                                Zitat von Kloebi Beitrag anzeigen
                                Im Übrigen fehlen die Finanzbeamten, die eingespart werden sollen, bereits heute. Nur durch die elektronische Übermittlung und verarbeitung ist die Arbeit überhaupt noch zu schaffen. Die Unterbesetzung in den FÄ ist längst da.
                                Die Arbeitsüberlastung ist vermutlich eher ein Ergebnis der Gesetzes- und Verordnungsflut in diesem Bereich.
                                Mit immer neuen und immer häufiger geänderten Gesetzen und Verordnungen kann man den Arbeitsaufwand einer Behörde bekanntermaßen auch extrem steigern. Das wird in Deutschland offenbar erfolgreich praktiziert.
                                Also lieber mal eine Steuervereinfachung, die wirklich eine ist, anstatt diesen Namen im Orwellschen Sinn zu misbrauchen.
                                Das würde Kosten wirklich senken, und zwar nicht nur bei der Finanzbehörde sondern auch beim Bürger!
                                Zuletzt geändert von elsterfeind; 06.01.2014, 12:10.

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