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Als Witwe plötzlich viel weniger Lohnsteuer und kaum Kirchenateuer/Soli, wieso?

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    Als Witwe plötzlich viel weniger Lohnsteuer und kaum Kirchenateuer/Soli, wieso?

    Guten Abend,

    Ich hätte ein paar wichtige Fragen, auf die ich sonst im Internet keine Antworten gefunden habe.

    Wie kann es sein, dass man als ca. 1-jährige Witwe auf einmal in der Lohnabrechnung kaum Lohntsteuer und nahezu keine Kirchensteuer und Soli abgezogen bekommt (Witwe mit 2 Kindern, ganzes Jahr 2017 in Steuerklasse 3) und das das ganze Jahr über?
    Das war 2017.

    Und dann macht man heute mit Elster die Steuererklärung und soll plötzlich über 3000€ nachzahlen. Kann das sein?
    Muss man die ganzen Steuern nachzahlen, die man aus unbekannten Gründen nicht abgezogen bekam?
    Ist es normal, dass man als Witwe im Jahr nach dem Jahr, indem der Mann verstarb, steuerliche "Schein"-Erleichterungen bekommt, aber dann alles im Folgejahr nachzahlen muss?

    Grüße
    Daniel

    #2
    AW: Als Witwe plötzlich viel weniger Lohnsteuer und kaum Kirchenateuer/Soli, wieso?

    In welchem Kalenderjahr ist denn der Ehemann verstorben?

    Im Jahr danach kommt jedenfalls noch die Splittingtabelle (entspricht der Steuerklasse 3) zur Anwendung.

    Wenn der Arbeitgeber zu wenig Lohnsteuer einbehalten hätte, müssten die Steuern nachbezahlt werden, das ist richtig.
    Freundliche Grüße
    Charlie24

    Wichtig: Fast jeder Steuerpflichtige hat Vorsorgeaufwendungen (z.B. Beiträge zur Krankenversicherung) und muss deshalb seiner Einkommensteuererklärung die Anlage Vorsorgeaufwand hinzufügen!

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      #3
      AW: Als Witwe plötzlich viel weniger Lohnsteuer und kaum Kirchenateuer/Soli, wieso?

      2016 ist er verstorben.
      Also kann es sein, dass der Arbeitgeber einfach irgendwie falsch abgerechnet hat, viel zu wenig Lohnsteuer abgezogen hat und man jetzt alles nachzahlen muss?

      Grüße
      Daniel

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        #4
        AW: Als Witwe plötzlich viel weniger Lohnsteuer und kaum Kirchenateuer/Soli, wieso?

        Zitat von Daniel283 Beitrag anzeigen
        2016 ist er verstorben.
        Also kann es sein, dass der Arbeitgeber einfach irgendwie falsch abgerechnet hat, viel zu wenig Lohnsteuer abgezogen hat und man jetzt alles nachzahlen muss?

        Grüße
        Daniel
        Hallo,

        hast du überhaupt Angaben zu -verwitwet- gemach?

        Gruß FIGUL

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          #5
          AW: Als Witwe plötzlich viel weniger Lohnsteuer und kaum Kirchenateuer/Soli, wieso?

          Zitat von FIGUL Beitrag anzeigen
          Hallo,

          hast du überhaupt Angaben zu -verwitwet- gemach?

          Gruß FIGUL
          Bei dem Steuererklärungsprogramm meinst du?
          Also das Datum, seit dem sie verwitwet ist, habe ich angegeben. Gibt es da noch mehr zu machen?

          Viele
          Grüße

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            #6
            AW: Als Witwe plötzlich viel weniger Lohnsteuer und kaum Kirchenateuer/Soli, wieso?

            Also kann es sein, dass der Arbeitgeber einfach irgendwie falsch abgerechnet hat, viel zu wenig Lohnsteuer abgezogen hat und man jetzt alles nachzahlen muss?
            Nein,wenn er 2016 verstorben ist, hat der Arbeitgeber das 2017 wohl schon richtig gemacht.

            Man muss in der Steuererklärung natürlich das Sterbedatum bei verwitwet seit dem angeben. Siehe Antwort von @Figul!

            - Aktualisiert -

            Welches Steuerprogramm wird denn verwendet? Die sind manchmal etwas kryptisch zu bedienen.
            Freundliche Grüße
            Charlie24

            Wichtig: Fast jeder Steuerpflichtige hat Vorsorgeaufwendungen (z.B. Beiträge zur Krankenversicherung) und muss deshalb seiner Einkommensteuererklärung die Anlage Vorsorgeaufwand hinzufügen!

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              #7
              AW: Als Witwe plötzlich viel weniger Lohnsteuer und kaum Kirchenateuer/Soli, wieso?

              Ich verwende Elster.

              Die Steuererklärung für letztes Jahr, bei der noch beide Elternteile eine "gemeinsame abgegeben haben", gab es keine größeren Probleme.
              Nun, das erste mal bei der einzelnen Steuererklärung für die Mutter kommt plötzlich dieser riesige Betrag von knapp 3200€ zustande, bei dem ich mich auch frage, ob ich überhaupt alles richtig ausgefüllt habe.
              Ich habs Programm grad im Hintergrund noch offen und schaue drüber, um vielleicht was zu finden.

              Es ist aber schon sehr eigenartig, dass 2016 monatlich Lohnsteuern von teilweise nur 80€ angefallen sind. Sie hat im Jahr 2017 weniger als die Hälfte an Lohnsteuer gezahlt wie 2016 bzw. sehr viel weniger als 2015, aber durch die Verlegung von der Steuerklasse 5 (2016) in 3 (2017) sollte bei der Steuererklärung für eben 2017 doch nicht so eine gewaltige Summe entstehen, oder?
              Ich meine, es muss doch einen Vorteil für die Witwe geben, wenn ihr Mann 2016 verstarb und sie 2017 in der Steuerklasse 3 war. Denn der Nachzahlungsbetrag addiert mit dem 2017 gezahlten Betrag ergiebt ungefähr den Betrag, den sie 2016 noch in Steuerklasse 5 gezahlt hatte.

              Grüße
              Daniel

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                #8
                AW: Als Witwe plötzlich viel weniger Lohnsteuer und kaum Kirchenateuer/Soli, wieso?

                Ich verwende Elster.
                Du meinst Mein ELSTER, die Webanwendung?

                Nochmal: Wenn der Vater 2016 verstorben ist, steht der Mutter 2017 noch der Splittingtarif zu (sog. Gnadensplitting).
                Sie wird also im wesentlichen so behandelt, als wäre sie 2017 noch verheiratet gewesen.

                Bei Mein ELSTER muss man sich selbst um das Ausfüllen der Anlage Vorsorgeaufwand kümmern, die wird dort manchmal vergessen.
                Freundliche Grüße
                Charlie24

                Wichtig: Fast jeder Steuerpflichtige hat Vorsorgeaufwendungen (z.B. Beiträge zur Krankenversicherung) und muss deshalb seiner Einkommensteuererklärung die Anlage Vorsorgeaufwand hinzufügen!

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                  #9
                  AW: Als Witwe plötzlich viel weniger Lohnsteuer und kaum Kirchenateuer/Soli, wieso?

                  Zitat von Charlie24 Beitrag anzeigen
                  Du meinst Mein ELSTER, die Webanwendung?

                  Nochmal: Wenn der Vater 2016 verstorben ist, steht der Mutter 2017 noch der Splittingtarif zu (sog. Gnadensplitting).
                  Sie wird also im wesentlichen so behandelt, als wäre sie 2017 noch verheiratet gewesen.

                  Bei Mein ELSTER muss man sich selbst um das Ausfüllen der Anlage Vorsorgeaufwand kümmern, die wird dort manchmal vergessen.
                  Hallo,

                  da wäre der Beitrag von 3200.- bei der geschilderten Situation aber sehr heftig

                  Gruß FIGUL

                  Kommentar


                    #10
                    AW: Als Witwe plötzlich viel weniger Lohnsteuer und kaum Kirchenateuer/Soli, wieso?

                    Zitat von Charlie24 Beitrag anzeigen
                    Du meinst Mein ELSTER, die Webanwendung?
                    ElsterFormular steht da.

                    Die Anlage zum Vorsorgeaufwand hab ich und sie hat sich schon teilweise mit den aus der Anlage N befindlichen Daten ausgefüllt. Jetzt kann es natürlich sein, dass da noch ein paar Zahlen fehlen, die manuell eingetragen werden mussten.
                    Dahingehend werde ich mich noch etwas informieren müssen.


                    Aber zurück zu meiner anfänglichen Fragen, ob dieser Betrag von 3200€ sein kann.
                    Er wäre also möglich?

                    Kommentar


                      #11
                      AW: Als Witwe plötzlich viel weniger Lohnsteuer und kaum Kirchenateuer/Soli, wieso?

                      Zitat von Daniel283 Beitrag anzeigen
                      ElsterFormular steht da.

                      Die Anlage zum Vorsorgeaufwand hab ich und sie hat sich schon teilweise mit den aus der Anlage N befindlichen Daten ausgefüllt. Jetzt kann es natürlich sein, dass da noch ein paar Zahlen fehlen, die manuell eingetragen werden mussten.
                      Dahingehend werde ich mich noch etwas informieren müssen.


                      Aber zurück zu meiner anfänglichen Fragen, ob dieser Betrag von 3200€ sein kann.
                      Er wäre also möglich?
                      Hallo,

                      vergleiche mal die gesamte Einkommensteuersumme von 2016 mit 2017.
                      Was ist mit der Rente imJahr 2017?
                      Die wurde doch noch nicht versteuert

                      Gruß FIGUL

                      Kommentar


                        #12
                        AW: Als Witwe plötzlich viel weniger Lohnsteuer und kaum Kirchenateuer/Soli, wieso?

                        Es wird zunehmend schwieriger, in Erfahrung zu bringen, mit welchem Programm die Erklärung erstellt wird.

                        Bei ElsterFormular wird die Anlage Vorsorgeaufwand aus der Lohnsteuerbescheinigung befüllt, da fehlt normalerweise nichts steuerlich Wichtiges.

                        Ob eine Nachzahlung ansteht, kann von uns nur beurteilt werden, wenn der Bruttoarbeitslohn und die einbehaltene Lohnsteuer genannt werden!

                        - - - Aktualisiert - - -

                        Was ist mit der Rente imJahr 2017?
                        Das ist ein guter Gedanke! Auch wenn das heute mit den Hinterbliebenenrenten nicht mehr so ist wie vor 30 Jahren.
                        Freundliche Grüße
                        Charlie24

                        Wichtig: Fast jeder Steuerpflichtige hat Vorsorgeaufwendungen (z.B. Beiträge zur Krankenversicherung) und muss deshalb seiner Einkommensteuererklärung die Anlage Vorsorgeaufwand hinzufügen!

                        Kommentar


                          #13
                          AW: Als Witwe plötzlich viel weniger Lohnsteuer und kaum Kirchenateuer/Soli, wieso?

                          Zitat von FIGUL Beitrag anzeigen
                          Hallo,
                          vergleiche mal die gesamte Einkommensteuersumme von 2016 mit 2017.
                          Was ist mit der Rente imJahr 2017?
                          Die wurde doch noch nicht versteuert
                          Gruß FIGUL
                          Naja, die 250€ Hinterbliebenenrente ist nicht sehr ausschlaggebened. Habe sie eben in Anlage R hinzugefügt und es hat sich keine Änderung ergeben.

                          Zitat von Charlie24 Beitrag anzeigen
                          Ob eine Nachzahlung ansteht, kann von uns nur beurteilt werden, wenn der Bruttoarbeitslohn und die einbehaltene Lohnsteuer genannt werden!
                          2016:
                          Jahresbrutto ca. 40.000€, Lohnsteuer knapp 6.000€, Kirchensteuer und Soli zusammen ungefähr 480€.

                          Nun 2017:
                          Jahresbrutto 38.000€, Lohnsteuer nur 2.700€ (?), Kirchensteuer und Soli zusammen grad mal 13€.

                          Hat jetz der Arbeitgeber einfach die Lohnsteuer falsch berechnet, wodurch nun eine massive Nachzahlung entsteht, oder habe ich einfach noch nicht alles richtig ausgefüllt?

                          Grüße und danke fürs Helfen
                          Daniel

                          Kommentar


                            #14
                            AW: Als Witwe plötzlich viel weniger Lohnsteuer und kaum Kirchenateuer/Soli, wieso?

                            Hat jetz der Arbeitgeber einfach die Lohnsteuer falsch berechnet, wodurch nun eine massive Nachzahlung entsteht
                            Nein, die Lohnsteuer ist korrekt berechnet! Der Fehler muss woanders liegen.

                            Hast du vielleicht Daten aus dem Vorjahr übernommen? Das sollte man in solchen Fällen nicht machen.
                            Freundliche Grüße
                            Charlie24

                            Wichtig: Fast jeder Steuerpflichtige hat Vorsorgeaufwendungen (z.B. Beiträge zur Krankenversicherung) und muss deshalb seiner Einkommensteuererklärung die Anlage Vorsorgeaufwand hinzufügen!

                            Kommentar


                              #15
                              AW: Als Witwe plötzlich viel weniger Lohnsteuer und kaum Kirchenateuer/Soli, wieso?

                              Zitat von Charlie24 Beitrag anzeigen
                              Hast du vielleicht Daten aus dem Vorjahr übernommen? Das sollte man in solchen Fällen nicht machen.
                              Ich habe tatsächlich zuerst die Steuererklärung von 2016 übernommen, bis mir aufgefallen ist, dass mein Vater noch überall enthalten war und ich deshalb eine komplett neue für meine Mutter erstellt habe.

                              Klar kann es sehr gut sein, dass noch Daten fehlen, die durch die Verwitwung neu eingetragen werden müssen (außer das Datum, seit wann verwitwet, was ich eingetragen habe). Bis jetzt habe ich auch nur die Erklärung von 2016 und ihre dortigen Daten in die neue Steuererklärung übernommen und eben die Lohnsteuerbescheinigung + 2x Anlage-Kind + Vorsorgeaufwand + Anlage-R hinzugefügt und ausgefüllt. Dann habe ich nochmals die neue Steuererklärung mit der von 2016 verglichen und mir ist zumindest spontan noch nichts aufgefallen, was ich vergessen haben könnte.
                              Da ich zunächst einen groben Betrag ausgerechnet haben wollte, habe ich mir die automatische Berechnung angeschaut. Da stachen mir natürlich die 3200€ Nachzahlung in die Augen. Mir ist aufgefallen, dass sie deutlich weniger Lohnsteuer 2017 gezahlt hatte als 2016 und eben jetzt quasi diese Summe nachzahlen müsste, die sie über 2017 nicht bezahlt hatte (also laut meiner bisherigen Berechnung durch das Programm). Außerdem waren mir die insgesamt 13€ Soli und Kirchensteuer suspekt, weshalb ich im Internet (also hier) um Rat suchte.

                              Also meinst du, es fehlen jetzt einfach noch irgendwo Zahlen (ich bin nicht unbedingt 100% überzeugt, dass alles komplett ausgefüllt ist), die dann zu einer Minderung der Nachzahlung führen werden?
                              Mir ist vorallem jetzt gerade wichtig, dass die Lohnsteuer nicht falsch berechnet wurde und dadurch diese hohe Nachzahlung ensteht. Aber da bist du die ja sicher, dass die genannten Zahlen so stimmen und zu keiner so massiven Nachzahlung führen könnten, oder?
                              Der Fehler meinerseits muss also bei einer noch nicht vollständig ausgefüllten Steuererklärung liegen, richtig?

                              Grüße
                              Daniel

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