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Verstehe die Abrechnung nicht

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    Verstehe die Abrechnung nicht

    Hallo,

    ich habe heute eine Aufforderung zur Nachzahlung von rund 270€ bekommen und verstehe die Berechnung dahinter leider nicht ganz.

    Ich habe:

    Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit i.H.v. 14.730 €

    Nach allen Abzügen:

    zu versteuern nach dem Grundtarif 12.572 €

    Also habe ich laut Finanzamt 833 € zu versteuern.

    Es wurden allerdings nur 548 € vom Lohn einbehalten. Daher muss ich nachzahlen. Klingt mathematisch ja recht logisch, aber wie kann es sein, dass mein Arbeitgeber weniger Lohnsteuern einbehält und ich trotz Abzüge von über 2.000 € noch nachzahlen muss. Das entschließt sich meinem Verständnis.

    Es wäre nett wir mir das jemand erklären könnte, vielen Dank!

    #2
    AW: Verstehe die Abrechnung nicht

    Hallo Billickz,

    zuerst einmal, die Abzüge von über 2000 Euro (vermutlich Sonderausgaben, insbesondere die Sozialversicherungsbeiträge) hat dein Arbeitgeber auch schon berücksichtigt, denn die sind in der Lohnsteuertabelle eingearbeitet.

    Die festgesetzten Steuern stimmen auch mit der Einkommensteuertabelle überein (Anmerkung: Die Einkommensteuertabelle ist etwas anders als die Lohnsteuertabelle), also auch OK.

    Warum nun dein Arbeitgeber zuwenig Steuern abgeführt hat, kann ich von hier auch nicht sagen, ist wirklich etwas ungewöhnlich. Du kannst ja mal eine Monatsabrechnung nachrechnen (etwa hier: http://www.lohn1.de/lobn.htm ).

    Oder hast du irgendwelche Freibeträge in der Lohnsteuerkarte eingetragen (Fahrtkosten, Kind)? Wenn ja, so müssen die entsprechenden Kosten natürlich trotzdem auch in der Einkommensteuererklärung eingetragen werden.

    MfG Stefan
    Auf einem Schiff befinden sich 26 Schafe und 10 Ziegen. Wie alt ist der Kapitän?

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      #3
      AW: Verstehe die Abrechnung nicht

      Wieviel hatte denn ElsterFormular errechnet?

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        #4
        AW: Verstehe die Abrechnung nicht

        Hallo Billickz,

        geben uns bitte das ganze Bild:
        Von welchem Veranlagungszeitraum reden Sie: 2009 oder 2010?
        In https://www.elster.de/anwenderforum/showthread.php?t=20383 hatten Sie zumindest 2009 einen kleinen Onlinehandel, - kein Arbeitgeber, aber Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit!
        In https://www.elster.de/anwenderforum/showthread.php?t=20386 hatten Sie dafür auch teure Software besprochen.
        In https://www.elster.de/anwenderforum/showthread.php?t=20480 geben Sie an, eine Ausbildungsvergütung erhalten zu haben. Haben Sie diese Ausbildung im fraglichen Veranlagungszeitraum abgeschlossen, so dass Sie in fester Anstellung wesentlich mehr verdienten?
        In https://www.elster.de/anwenderforum/showthread.php?t=25720 treiben Sie schließlich Handel mit dem UK, - kein Arbeitgeber, aber Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit!
        Also bitte das ganze Bild Ihrer EKSt-Erklärung - oder StB.
        Mit freundlichen Grüßen
        gez. D. Cremer

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          #5
          AW: Verstehe die Abrechnung nicht

          Hallo,

          entschuldigt (Ich bleibe im Forum mal bei "Du") die späte Antwort.

          Es geht um das Jahr 2010.

          Ich betreibe einen kleinen Onlineshop bin aber hauptberuflich Azubi bzw. dualer Student.

          Ich habe Einkünfte aus nicht selbständiger Arbeit i.H.v. 14.730 €. Eswurden 548 € an Lohnsteuer abgeführt. Da ich mein Onlineshop Konzept neu umgekrämpelt habe ich im Jahr 2010 laut GuV einen kleinen Verlust eingefahren. Zudem habe ich das zu versteuernde Einkommen durch absetzen der Studiengebühren und ein paar anderer Kleinigkeiten gemindert, sodass das zu versteuernde Einkommen nur noch 12.572 € betrug.

          Ich habe im Vorfeld damit gerechnet, dass der Arbeitgeber tendenziell mehr Lohnsteuern abführt als tatsächlich zu zahlen sind. Besonders durch die Minderung des zu versteuernden Einkommens, sollte ich doch keine Nachzahlung mehr tätigen müssen, sondern vielmehr Geld erstattet bekommen - so dachte ich zumindest.

          Entweder habe ich einen Denkfehler, oder Vater Staat hätte bei Nichtabgabe meiner Steuererklärung auf seine ihm zustehenden Lohnsteuern verzichtet.

          (Bevor jetzt eine neunmalkluge Antwort kommt: Natürlich nicht realita, da ich auf Grund meines Gewerbebetriebs ohnehin verpflichtet bin eine Steuererklärung zu machen )

          Wäre nett wenn mir das wer erklären könnte. Ich will mich weiß Gott nicht vor den Steuern drücken oder dergleichen, ich möchte es nur verstehen!

          Danke und MfG

          Barcode

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            #6
            AW: Verstehe die Abrechnung nicht

            Hallo Billickz,

            hast du denn mal beispielhaft eine Lohnabrechnung gecheckt? (nochmal der Link: http://www.lohn1.de/lobn.htm )

            Wenn du da auf ein anderes Ergebnis kommst, kannst du ja mal ein bisschen experimentieren (etwa mit den Lohnsteuerklassen), vielleicht findest du den Fehler ja (entweder den deines Arbeitgebers, oder deinen eigenen Denk...). Oder konfrontier dann mal deinen Arbeitgeber mit der Berechnung.

            Und was steht so auf deiner Lohnsteuerkarte (Freibeträge, Steuerklassen)?

            MfG Stefan
            Auf einem Schiff befinden sich 26 Schafe und 10 Ziegen. Wie alt ist der Kapitän?

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              #7
              AW: Verstehe die Abrechnung nicht

              laut abgabenrechner passen der durch den AG erfolgte Lohnsteuerabzug schon ungefähr zu den 14730 euro. abweichungen entstehen da hoechstens durch evtl. schwankungen im lohn, sind aber selten so gravierend.

              insgesamt erscheint mir die minderung des brutto von 14700 auf 12500 recht gering, zieht man mal 920 werbungskostenpauschale ab, bleiben noch ca 1300 euro sonstige kosten, in den lt. eigener aussage ein verlust aus gewerbebetrieb sowie studienkosten als sonderausgaben stecken.

              da bliebe imho für vorsorgeaufwendungen kaum noch raum, allein rentenversicherung muessten aber gut 1400 euro angefallen sein?! dazu noch krankenversicherung etc.

              tatsaechlich würde da evtl. ein blick auf die lohnsteuerbescheinigung im Bereich Beitraege zu den Sozialversicherungen weiterhelfen ;-)

              steht da wider erwarten nix drin, stellt sich die frage warum, würde aber ebenfalls die nachzahlung erklären, in der lohnsteuertabelle wird natuerlich davon ausgegangen das diese beiträge anfallen.

              steht da doch was drin, wurde evtl. vergessen die Anlage Vorsorgeaufwand mit auszufuellen und einzureichen?

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                #8
                AW: Verstehe die Abrechnung nicht

                Achja, ich Idiot

                Hab den Vorsorgeaufwand vergessen und bekomme unter Einbeziehung dieser Anlage 262€zurück anstatt nachzuzahlen.

                Wie kann ich das jetzt machen? Einfach die Steuererklärung in Elster kopieren, Vorsorgeaufwand beifügen und erneut abschicken? Telefonisch bekomm ich leider niemanden ran....

                MfG Barcode

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                  #9
                  AW: Verstehe die Abrechnung nicht

                  ...ich habe heute eine Aufforderung zur Nachzahlung von rund 270€ bekommen...
                  dem ausgangsposting nach zu urteilen hast du ja den amtlichen bescheid schon in händen

                  da hilft also wohl nur widerspruch oder antrag auf änderung beim finanzamt stellen, bevor der bescheid rechtskraft erlangt.

                  ich würde wohl einfach unter http://formulare-bfinv.de den Vordruck der Anlage Vorsorgeaufwand als pdf ausfuellen und ausdrucken, und mich dann mit diesem papier und dem bescheid zügig auf den weg ins bürgerbüro vom finanzamt machen und mein anliegen vorbringen ;-)

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                    #10
                    AW: Verstehe die Abrechnung nicht

                    Die Seite ist permanent down. Werde dann wohl zum Finanzamt gehen müssen und die Analge so ausfüllen. Vielen Dank für eure Hilfe!

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                      #11
                      AW: Verstehe die Abrechnung nicht

                      Soeben war der Zugriff auf die Formularseiten problemlos möglich.

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