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Thema: wo Krankenversicherungsbeitrag absetzen?

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  1. #1
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    Standard wo Krankenversicherungsbeitrag absetzen?

    Hallo
    entweder habe ich gar nichts kapiert oder bin einfach dumm... ich verstehe nicht wie man jetzt seinen Krankenversicherungsbeitrag absetzen können soll. Wo im Formular finde ich ein entsprechendes Kästchen und woher weiß ich, welcher Betrag da rein muß?
    In der Lohnsteuerbescheinigung ist das Feld dafür leer.

    Außerdem: wo genau trage ich mein Zweitstudium ein? Bei Werbungskosten dürfen nur Fortbildungen rein (das Studium ist aber ein kompletter Berufswechsel) und bei Sonderausgaben nur das Erststudium.

    Vielen Dank für Tips!

  2. #2
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    Standard AW: wo Krankenversicherungsbeitrag absetzen?

    Krankenversicherungsbeitraege gehören auf die Anlage Vorsorgeaufwand. wenn auf der Lohnsteuerbescheinigung nichts ausgewiesen ist, stellt sich die Frage wie sie versichert sind, pflichtversichert wuerde dann ja eher ausscheiden...

    Zweitstudium gehört tatsächlich zu den Werbungskosten, laut Eingabehilfe Elster zu den nachstehenden Bedingungen:

    "Unabhängig davon, ob ein Dienstverhältnis besteht, können Aufwendungen für die Fortbildung in einem bereits erlernten Beruf und für Umschulungsmaßnahmen, die einen Berufswechsel vorbereiten, als Werbungskosten abziehbar sein. Das gilt auch für die Aufwendungen für ein weiteres Studium, wenn dieses mit späteren steuerpflichtigen Einnahmen aus der angestrebten beruflichen Tätigkeit in Zusammenhang steht."

  3. #3
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    Standard AW: wo Krankenversicherungsbeitrag absetzen?

    Mein Mann ist pflichtversichert, warum scheidet das aus, wenn die Zeile 24 leer ist?
    Auf den Einkommensbescheiden steht auch jedes Mal, wieviel KV einbehalten wurde, aber auf der Steuerbescheinigung nicht.

    Das Zweitstudium steht in keinem Zusammenhang mit konkreten Einnahmen danach. Es ist einfach als Versuch gedacht, wieder Fuß auf dem Arbeitsmarkt zu fassen, aber eben ohne konkrete Aussichten, etwas zu finden.

    Wenn es als Werbungskosten geht, dann kann es wohl gar nicht abgesetzt werden, da kein Einkommen gegenübersteht (mein Mann arbeitet, ich studiere). Oder habe ich als Studentin ohne Einkommen auch Recht auf Werbungskosten?

    Da ich schwerbehindert und arbeitsunfähig bin, denke ich nicht, daß ich durch das Studium einen Job bekomme, aber wenigstens versuchen will ich es. Daher würde ich es wirklich gern als Sonderausgabe anrechnen lassen, ansonsten würde ich ja komplett auf den Kosten sitzenbleiben

  4. #4
    Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: wo Krankenversicherungsbeitrag absetzen?

    zeile 24 enthaelt die steuerfreien zuschuesse des arbeitgebers zu KV/PV soweit diese mit dem Lohn ausgezahlt wurden! das betrifft den Fall wenn sie freiwillig od. privat versichert sind und ihre beitraege bei der kasse selbst bezahlen. bei pflichtversicherten werden die beitraege vom AG einbehalten, somit muss zeile 24 leer sein!
    der arbeitnehmeranteil ist in zeile 25 enthalten und wird entsprechend in die anlage vorsorgeaufwand uebernommen, zeile 12. gleiches gilt fuer die arbeitgeberanteile, welche auf der lohnsteuerbescheinigung in zeile 22 und 23 stehen, diese wandern automatisch in die von Ihnen angsprochenen zeilen 4 und 8 der Anlage VOR.

    ergo, wenn sie ihre lohnsteuerbescheinigung eingetippt haben, fuellen sich die grauen zeilen wie von zauberhand ;-)

    werbungskosten kann natuerlich nur geltend machen, wer dazugehöriges einkommen hat, wenn sie also nicht arbeiten, können sie in dem bereich auch nichts absetzen. ihr mann bzw. die arbeit ihres mannes hat natuerlich keinen bezug zu ihrem studium, er kann ja auch nicht ihre fahrtkosten geltend machen, somit kann er da auch nichts angeben.

    bzgl. des abzuges als sonderausgabe ist eigentlich klar geregelt, das dies eben nur für die erstausbildung geht. wenn sie (leider) mit ihrer erstausbildung keinen job bekommen, ist das zwar unschoen, aber aus steuerlicher sicht tatsaechlich ihr eigenes problem. eine zweite, dritte, vierte ausbildung etc. bleibt imho somit ihr privatvergnuegen und die Kosten natuerlich auch...

    ggf. ist hier eher der weg zur arbeitsagentur angebracht, um evtl. fördermöglichkeiten in erfahrung zu bringen...

  5. #5
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    Standard AW: wo Krankenversicherungsbeitrag absetzen?

    hm das hieße ja dass man keinerlei Umschulungen steuerlich geltend machen kann.
    Das habe ich aber anders gelesen.
    Laut dem Schreiben des Bundesfinanzministeriums an die Obersten Finanzbehörden der Länder vom 4.11.2005 ist ein Zweitstudium dann als Werbungskosten absetzbar, wenn ein hinreichender Zusammenhang mit späteren Einnahmen hergestellt werden kann.

    Es steht aber nicht da, was passiert, wenn ein solcher Zusammenhang nicht besteht:
    Wird das Studium dann unter Sonderausgaben oder gar nicht berücksichtigt?

    Daß aber ein Zweitstudium generell nicht berücksichtigt wird, kann nicht ganz stimmen.
    Zumindest sagt das zitierte Schreiben etwas anderes. Nur passen mir die Werbungskosten eben nicht.

  6. #6
    Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: wo Krankenversicherungsbeitrag absetzen?

    es wird ausserhalb der Werbungskosten gar nicht beruecksichtigt.
    und tatsaechlich, wenn Sie arbeitslos sind und eine Umschulung machen, können Sie das nicht absetzen, sie zahlen dann ja auch keine Steuern.

    an dem von Ihnen zitierten Satz gibt es doch wenig falsch zu interpretieren. da steht ganz klar werbungskosten (was entsprechende Einkünfte voraussetzt).
    wenn es als sonderausgaben gehen wuerde, gäbe es in den diesbezueglichen Regelungen ja gerade keine Einschränkung auf das ERST-Studium ;-)

    Das ist steuerlich gesehen meiner Meinung nach nicht mal ungerecht, denn der Gesetzgeber lässt ja die Möglichkeit zu, eine weitere Ausbildung als vorweggenommene Werbungskosten steuerlich geltend zu machen. aber eben nur dann, wenn Sie auch arbeiten/Steuern zahlen, von denen sich etwas abziehen lässt.

    Das dies bei Ihrem Mann nicht abzugsfähig ist, kann nur logisch sein, selbst wenn er Ihnen zu Unterhalt verpflichtet ist und die Kosten im Prinzip mit trägt, bildet ihr Studium ja keine Grundlage für sein jetziges oder späteres Einkommen.
    Anders ausgedrueckt, hätten Sie keinen Ehegatten und keinen Job, müssten Sie die Kosten auch selbst stemmen und selbst der Ansatz als Sonderausgaben würde nichts bringen, mangels zu erstattender Steuern.

    wie sie es auch drehen und wenden, es wird bei der nichtabsetzbarkeit bleiben, ggf. fragen sie einfach in ihrem Finanzamt oder bei einem Lohnsteuerhilfeverein nach, ich lasse mich gern eines Besseren belehren ;-)

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