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    Wie lange denn noch ?

    Hallo allerseits,

    Ostermontag habe ichv beim FA Marzahn Hellersdorf über ELSTER meine Einkommenssteuererklärung online abgegeben. Es gab keine nennenswerten Rückfragen, die zur Berechnung des Steuerbescheides notwendig waren. Im August erklärt man mir auf Nachfrage, dass es einen Softwarefehler gäbe, der die Ausstellung des Steuerbescheides verhindern würde. Da ich meiner Erstattung rechne, ist das natürlich ärgerlich. Wenn das FA eine Nachforderung hat, geht der Bescheid binnen Tagen raus. Mal gar nicht will ich von Verzugszinsen oder sowas reden.

    Fragen:
    1. Warum ist ein Finanzamt in so einem Fall HÖHERER GEWALT nicht in der Lage, Steuerbescheide per althergebrachter Handarbeit zu versenden ? Die Polizei kann doch bei Computerausfall auch nicht sagen: Äh, tut uns leid, Softwarefehler, hre Anzeige können wir leider nicht aufnehmen

    2. Warum ist da die Presse noch nicht draufgekommen?

    3. Warum äußert sich die Finanzbehörde zu so einem Zwischenfall nicht öffentlich mit einer entsprechenden entschuldigenden Erklärung ?

    4. Hat eine Beschwerde Sinn und wenn ja, wo ?

    #2
    AW: Wie lange denn noch ?

    5. Was hat das mit der Elektronischen Lohnsteuerbescheinigung zu tun, die Du für Deine Arbeitnehmer ans Finanzamt übermittelst? Das funktioniert eigentlich relativ zeitnah.

    6. Ja, was die Einkommensteuer betrifft, ist das Problem bekannt, ärgerlich, und wurde auch wiederholt schon im Forum angesprochen.

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      #3
      AW: Wie lange denn noch ?

      2. http://www.rp-online.de/bergischesland/leverkusen/nachrichten/Softwarefehler-beim-Finanzamt_aid_848493.html

      Nur ein schnelles Beispiel von Google. Die lokale Presse greift das Thema immer mal wieder auf.

      4. Es gibt den Untätigkeitseinspruch nach § 347 Absatz 1 Satz 2 Abgabenordnung. Er verursacht viel Papier, wirbelt vielleicht etwas Staub im Finanzamt auf, bringt aber letzten Endes auch nichts, weil die zuständigen Programmierer deshalb auch nicht schneller arbeiten können.

      Edit 29.10.10: Rechtschreibfehler beseitigt
      Zuletzt geändert von V. Liersee; 29.10.2010, 10:46.

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        #4
        AW: Wie lange denn noch ?

        1. Warum ist ein Finanzamt in so einem Fall HÖHERER GEWALT nicht in der Lage, Steuerbescheide per althergebrachter Handarbeit zu versenden ?

        Vor 25 Jahren gab es noch 4-Seitige Berechnungsbögen. Es wurde oft damit gearbeitet. Mehr als ein Stift, ein Taschenrechner und die Grundrechenarten waren nicht nötig. Heuzutage arten selbst einfache Steuererklärungen dank der Steuergesetze derart aus, dass man eine kleine Diplomarbeit daraus machen kann. Im Massengeschäft wo dem Finanzbeamten "eine Viertelstunde" zur Prüfung, Eingabe und dem Abschluss EINES Steuerfalls zur Verfügung stehen - klare Sache, man lässt 20 funktionierende Erklärungen liegen, berechnet einen Steuerfall per Hand und bekommt dann einen Einspruch, weil die Berechnung irgendwo vom Ergebnis des Steuerprogramms des Steuerpflichtigen abweicht.

        Soweit eine Entschuldigung angebracht ist, sollte die von der Gesetzgebenden Seite kommen. Die Finanzämter, Banken und andere Institute haben ebenso unter diesen Steuervereinfachungen zu leiden wie der Steuerzahler.

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          #5
          AW: Wie lange denn noch ?

          Es ist eine absolute Frechheit. Ich warte seit Monaten auf meine Erklärung, gehe mehrmal in der Woche der Finanzdirektion auf den Keks. Mir ist es völlig egal warum das nicht läuft. Die Frechheit ist die Informationspolitik. Man hört nichts. Am Ende ist der Bescheid sicherlich Fehlerhaft und es wird Einspruch eingelegt. Die Kritik geht nicht in Richtung Behörde, sodern in Richtung Gesetzgeber. Warum lassen wir uns das bieten?

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            #6
            AW: Wie lange denn noch ?

            Zitat von billyx Beitrag anzeigen
            Hallo allerseits,

            Ostermontag habe ichv beim FA Marzahn Hellersdorf über ELSTER meine Einkommenssteuererklärung online abgegeben. Es gab keine nennenswerten Rückfragen, die zur Berechnung des Steuerbescheides notwendig waren. Im August erklärt man mir auf Nachfrage, dass es einen Softwarefehler gäbe, der die Ausstellung des Steuerbescheides verhindern würde. Da ich meiner Erstattung rechne, ist das natürlich ärgerlich. Wenn das FA eine Nachforderung hat, geht der Bescheid binnen Tagen raus. Mal gar nicht will ich von Verzugszinsen oder sowas reden.

            Fragen:
            1. Warum ist ein Finanzamt in so einem Fall HÖHERER GEWALT nicht in der Lage, Steuerbescheide per althergebrachter Handarbeit zu versenden ? Die Polizei kann doch bei Computerausfall auch nicht sagen: Äh, tut uns leid, Softwarefehler, hre Anzeige können wir leider nicht aufnehmen

            2. Warum ist da die Presse noch nicht draufgekommen?

            3. Warum äußert sich die Finanzbehörde zu so einem Zwischenfall nicht öffentlich mit einer entsprechenden entschuldigenden Erklärung ?

            4. Hat eine Beschwerde Sinn und wenn ja, wo ?
            Da werden Sie sich wohl 6 Monate gedulden müssen. Erst danach ist eine Untätigkeitsbeschwerde bzw. -klage möglich.

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              #7
              AW: Wie lange denn noch ?

              Zitat von conradmueller Beitrag anzeigen
              Da werden Sie sich wohl 6 Monate gedulden müssen. Erst danach ist eine Untätigkeitsbeschwerde bzw. -klage möglich.
              Diese 6 Monate laufen für billyx am 04.10.2010 aus, ist also gar nicht mehr so lange.

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                #8
                AW: Wie lange denn noch ?

                Danke für die ermutigenden Hinweise und Tipps.

                Es ist schon erstaunlich, dass in Handarbeit nix mehr geht, sobald die Computer spinnen. Kann auch immer für eine ENTschuldigung herhalten.
                Kann ja kein Laie nachprüfen, ob es denn würglich so ist

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                  #9
                  AW: Wie lange denn noch ?

                  Ich glaube nicht, dass es den Bearbeiterin in den Finanzämtern Spass macht, diese Steuererklärungen nicht bearbeiten zu können.
                  Beschwerden wegen der überlangen Bearbeitungszeiten würde dann genau diejenigen treffen und zusätzliche Arbeit aufbürden, die am wenigsten dafür können.
                  Es trifft eben immer die "Kleinen".

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                    #10
                    AW: Wie lange denn noch ?

                    Bei mir sieht es ähnlich aus. Eine absolute Frechheit von der Behörde. Keine Mitteilung, keine Nachricht, kein gar nichts. Die rühren sich gar nicht. Hier wäre das mindeste eine Mitteilung an die entsprechenden Steuerzahler zu senden, warum die Steuererklärung nicht bearbeitet werden kann.

                    Irgendwelche Softwarefehler oder nicht vorhandene interessiert mich nicht.
                    Dann soll gefälligst auf dem Fussweg gerechnet werden. Über sechs Monate passiert hier nichts und es gibt noch Leute die warten noch länger.

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                      #11
                      AW: Wie lange denn noch ?

                      Möchten Sie die zusätzlichen Kosten für solche Einzelbenachrichtigungen übernehmen? Da wären Personal-, Material- und Portokosten.

                      Dann dauert es nicht mehr lange, bis das Finanzamt auch noch Gebühren erhebt .

                      Wenn Sie nochmal 6 Monate warten möchten, rechnet Ihnen sicher auch jemand Ihre Steuererklärung "zu Fuß" aus. Schauen Sie sich doch nur mal § 32d Einkommensteuergesetz an: http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__32d.html

                      Das Programmieren dürfte da fast einfacher sein.
                      Zuletzt geändert von V. Liersee; 29.10.2010, 10:52.

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                        #12
                        AW: Wie lange denn noch ?

                        Das interssiert mich alles nicht, ich habe etwas eingereicht und ich möchte nicht meinem Geld, welches ich erwirtschaftet habe hinterher rennen. So einfach ist das. Ob das kompliziert ist oder nicht, interessiert mich nicht. Das muss der Gesetzgeber sich vorher überlegen. Tut er das nicht, muss er mit dem unzufriedenem Steuerzahler, sprich mir leben und mit den Konsequenzen. Wo leben wir denn hier?

                        Das ist auch nicht gegen das Finanzamt gerichtet, sondern gegen das System und die Art und Weise. Ich mache nämlich meine Steuererklärung liebend gern, ist quasi mein liebestes Hobby, da ich sonst nichts habe. Und es ist ja wohl nicht zuviel verlangt, auf dem laufenden gehalten zu werden. Online würde hier sicherlich eine Möglichkeit bestehen eine entsprechende Nachricht zu versenden.

                        Ich warte auch gerne noch sechs Monate, dann kann ich nämlich bei meiner nächsten Steuererklärung die Dinge wieder anbringen.

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                          #13
                          AW: Wie lange denn noch ?

                          Dann fangen Sie bitte auch einmal an, nicht laufend die Ansprechpartner zu verwechseln. Sie wenden sich gegen den Gesetzgeber, d.h. die legislative Gewalt, der sich etwas vorher überlegen müsse und der dann mit Ihnen leben müsse. Beschweren und Rabatz machen Sie aber beim Finanzamt, der Exekutive, gegen das Sie sich ja ausdrücklich gerade nicht richten. Also bleiben Sie mal bitte auf dem Teppich und beschweren sich auch tatsächlich bei Gesetzgeber, d.h. Bundestag, Bundesrat, Bundestagsabgeordneter, Bundestagsfraktion etc.
                          Schönen Gruß

                          Picard777

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                            #14
                            AW: Wie lange denn noch ?

                            Ich verwechsele keine Ansprechpartner.

                            Es ist auch Aufgabe des FA der Politik die Problematik aufzuzeigen. Der Druck muss von unten nach oben weitergeleitet werden. Es gibt halt Leute die nehmen alles hin. Sie sind ja auch nicht betroffen bzw. Ihnen kann es ja egal sein, ihr Geld ist es ja nicht.

                            Würde man konkrete Aussagen tätigen, dann gäbe es die ganze Situation nicht. Verständnis meinerseits kann man ja wohl kaum erwarten, wenn ich so arbeiten würde, dann hätte ich keinen Kunden mehr. Hier liegt ein Fehlverhalten vor, so einfach ist das.

                            Nochmal, ob irgendwas rechtlich abgesegnet ist oder "wir sind nicht zuständig" will keiner hören.

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                              #15
                              AW: Wie lange denn noch ?

                              Natürlich gibt das Finanzamt auch den Druck von unten weiter und kennt natürlich die Fälle und Fallzahlen. Da müssen also nicht auch noch Sie das Finanzamt von der Arbeit abhalten ääh natürlich unterstützen. Ich kann es daher nur noch einmal betonen: Beschweren Sie sich bei den Leuten, die diese Gesetze verantworten und nicht bei denen, die sie ebenfalls mit ausbaden müssen und machen Sie den Mitausbadern nicht auch noch die Arbeit unnötig schwer.
                              Schönen Gruß

                              Picard777

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