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  • reckoner
    antwortet
    Hallo,

    Kannst du mir kurz Zeile 7 erklären? Meinst du evtl. 0,70 - 0,30157 = 0,39843 (nicht steuerfrei) * 50 (Anzahl Aktien) = 19,92 € ?
    Genau. Der kleine Unterschied rührt daher, dass meine Tabelle bewusst ausschließlich mit den Daten aus der Jahresbescheinigung rechnet (konkret ermittle ich in dem Fall aus der bescheinigten Steuer rückwärts die Dividende).

    Da die Kapitalerträge am Ende in vielen Fällen einfach saldiert werden, und dann auch noch auf den vollen Euro abgerundet werden, spielen die paar Cent aber eigentlich keine Rolle.

    Und 15 Kapitalerträge wäre das hier, oder? 189,34 - 1,1 -1,44 + 3,91 + 65,97 + 84,44 = 341,12 ?
    Ich kann die Rechnung gerade nicht überprüfen (sitze am Laptop), da aber die Differenz wieder 9 Cent sind wird es wohl stimmen.

    Und kannst dir mir evtl. noch verraten wie das mit den Verlustverrechnungen aus den Vorjahren verrechnet wird? Muss ich das machen oder sind die Verlusttöpfe beim Finanzamt hinterlegt und das Finanzamt zapft dann bei der Berechnung der festzusetzenden Steuer erst diese Verlusttöpfe an?
    Wenn du die Verluste in den Vorjahren erklärt hast solltest du auch einen Feststellungsbescheid darüber bekommen haben. Verrechnet wird dann automatisch, du musst nichts weiter tun. Der Verlusttopf geht allerdings dem Sparer-Pauschbetrag vor, der Topf wird auch gemindert wenn man wegen >801/1602 Euro eigentlich keine Steuern zahlen müsste.

    Hast du die Verluste hingegen nicht erklärt, dann liegen sie bei der Bank und werden dort automatisch verrechnet (Inland), oder sie sind verfallen* (Ausland).

    *unter der Annahme, dass eine Steuererklärung abgegeben wurde und diese bestandskraftig ist

    Stefan

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  • BlackMatrix
    antwortet
    Kannst du mir kurz Zeile 7 erklären? Meinst du evtl. 0,70 - 0,30157 = 0,39843 (nicht steuerfrei) * 50 (Anzahl Aktien) = 19,92 € ?

    Und 15 Kapitalerträge wäre das hier, oder? 189,34 - 1,1 -1,44 + 3,91 + 65,97 + 84,44 = 341,12 ?

    Und kannst dir mir evtl. noch verraten wie das mit den Verlustverrechnungen aus den Vorjahren verrechnet wird? Muss ich das machen oder sind die Verlusttöpfe beim Finanzamt hinterlegt und das Finanzamt zapft dann bei der Berechnung der festzusetzenden Steuer erst diese Verlusttöpfe an?
    Zuletzt geändert von BlackMatrix; 01.10.2020, 11:57.

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  • reckoner
    antwortet
    Hallo,

    sorry, ich hatte die erste Zeile übersehen, das wurde ja 2019 geändert.

    Nachstehend eine Tabelle wie ich es erklären würde.

    Die Zeile 15 musst du noch um 15,17 mindern (steuerfreie Teildividende), also 326,04.
    Und zu Zeile 18 hatte ich ja schon im anderen Thread gesagt, dass Zeile 16 in diesem Fall besser ist (also dort 130,35-2,54=127,81 , und Zeile 18 Null).
    Anlage KAP
    7 - Kapitalerträge 19,83
    15 - Ausländische Kapitalerträge 341,21
    16 - In Zeile 15 enthaltene Gewinne aus Aktienveräußerungen 130,35
    17 - In Zeile 15 enthaltene Verluste ohne Verluste aus der Veräußerung von Aktien 50,24
    18 - In Zeile 15 enthaltene Verluste aus der Veräußerung von Aktien 2,54
    48 - Kapitalertragsteuer 4,96
    49 - Solidaritätszuschlag 0,27
    52 - Anrechenbare noch nicht angerechnete ausländische Steuern 12,67
    Stefan

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  • BlackMatrix
    antwortet
    Das war mir bisher auch noch nicht bewusst, dass sogar ein Unternehmen Teile der Dividende steuerfrei halten kann. Dann passt das natürlich. Und ich dachte es ist Quellensteuer, weil es so gut mit den 15% gepasst hatte.

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  • BlackMatrix
    antwortet
    Zitat von reckoner Beitrag anzeigen
    Hda fehlen aber noch die ersten beiden Zeilen (Gesamtgewinne, Gesamtverluste), so kann ich leider keine Daten generieren.
    In der 2019er Übersicht gibt es diese beiden Angaben nicht mehr.

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  • reckoner
    antwortet
    Hallo,

    da fehlen aber noch die ersten beiden Zeilen (Gesamtgewinne, Gesamtverluste), so kann ich leider keine Daten generieren.

    Die deutschen Dividenden wurden nur durch ein deutsches Unternehmen generiert (Siemens Healthineers)
    OK.
    Und das ist einer der von mir angesprochenen Fälle, die Dividende von Siemens Healthineers war zum Teil steuerfrei (0,30157 von 0,70, in deinem Fall 15,0785 von 35 Euro). Und wenn man die 19,9215 mit 26,375% multipliziert kommt man auf 5,25 Euro, passt (die 2 Cent Differenz sind sicher irgendwo beim Runden unter den Tisch gefallen).

    Stefan

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  • BlackMatrix
    antwortet
    1.png
    2.png

    Danke für deine Hilfe Die deutschen Dividenden wurden nur durch ein deutsches Unternehmen generiert (Siemens Healthineers)

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  • reckoner
    antwortet
    Hallo,

    das bei DeGiro oft nicht 26,375% herauskommen (25%+Soli) ist bekannt. Der Grund ist einerseits, dass auch steuerfreie Dividenden mit eingerechnet werden (dann natürlich ohne Steuern). Aber vor Allem, dass DeGiro in dieser Dividendenübersicht auch Ausschüttungen von Fonds aufführt. Das musst du selber auseinander rechnen.

    Steuerfreie Dividenden fallen komplett raus (aber: siehe #21), und die Fondsausschüttungen gehören doch wieder in die Zeile 15.

    Stefan

    PS: Wenn du die gesamte Aufstellung zeigen würdest könnte ich dir genau sagen, was ich wo eintragen würde.

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  • BlackMatrix
    antwortet
    Zitat von reckoner Beitrag anzeigen
    Von deutsche Dividenden werden keine 15% Quellensteuern abgezogen, sondern 25% (plus Soli).
    Bei mir wurden als deutscher Staatsbürger bei DeGiro 14,94% Quellensteuer für eine deutsche Dividendenausschüttung einbehalten, daher meine Frage. Verfahre ich dann trotzdem so wie von dir beschrieben?

    image_2063.png
    Zuletzt geändert von BlackMatrix; 30.09.2020, 18:41.

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  • reckoner
    antwortet
    Hallo,

    die Frage ist unstimmig. Von deutsche Dividenden werden keine 15% Quellensteuern abgezogen, sondern 25% (plus Soli).

    Die inländischen Dividenden - und nur die - sind auch bei einem ausländischen Broker in Zeile 7 und 48/49 zu erklären. Und aus dem Block Zeile 15 bis 18 muss man sie dann natürlich herausrechnen.

    Stefan

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  • BlackMatrix
    antwortet
    Zitat von reckoner Beitrag anzeigen
    Hallo,

    Ja, richtig (Ausnahme: Dividenden aus Deutschland).

    Trotzdem muss man alles angeben (das die Zeile 52 imho keine Pflicht ist hatte ich ja schon gesagt).

    Stefan
    Kannst du kurz erklären wie mit deutschen Dividenden zu verfahren ist bei einem ausländischen Broker? Also wenn man 15 % Quellensteuer gezahlt hat, als deutscher Staatsbürger bei DeGiro und diese in der Anlage KAP anrechnen lassen will.

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  • reckoner
    antwortet
    Hallo,

    grundsätzlich: inländische steuerfreie Dividenden sind steuerfrei, müssen also nicht erklärt werden.

    ABER: So ganz steuerfrei sind sie in den meisten Fällen dann doch nicht. Denn später beim Verkauf der Aktie mindern sie den Kaufpreis, und werden damit indirekt doch versteuert. [außer bei Altbeständen, Kauf vor 2009]
    Wer das nicht weiß begibt sich in die Gefahr der Steuerhinterziehung. Auch daher vertrete ich die Meinung, dass man diese Dividenden auch direkt versteuern darf (und dann beim Verkauf natürlich nicht mehr berücksichtigen muss). Begründung ist auch, dass der Gesetzgeber gerade solche Steuerverschiebungen unterbinden wollte (siehe die Regelungen zu thesaurierenden Fonds).

    Stefan

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  • maxwar
    antwortet
    Hallo,
    das ist wirklich ein sehr hilfreicher Thread für Degiro.

    Habt ihr schon mit "steuerfreien" Dividenden Erfahrungen gemacht?
    Zum Beispiel die "Freenet" und die "PBB" (Deutsche Pfandbriefbank).

    "Die Deutsche Pfandbriefbank AG (ISIN: DE0008019001) wird auf absehbare Zeit Dividenden ohne Abzug von Steuern zahlen können, also ohne Abzug von Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag sowie gegebenenfalls Kirchensteuer."

    Auf der einen Seite wird die Dividende im Jahresbericht angegeben (keine abgeführte Quellensteuer) und logischerweise werden Steuern anfallen wenn man die Zahlen blind eintippt... auf der anderen Seite muss es ja für den Trader auch vorteilhaft sein da die Quellensteuer ja aus einem Grund nicht abgeführt wird und als "steuerfrei" gekennzeichnet ist.

    Kann/muss man solche Dividenden aus den Bruttodividenden abziehen / gesondert eingeben?

    Danke für Eure Ideen und Hilfe
    Max

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  • reckoner
    antwortet
    Hallo,

    Entsprechend wurde ja auch die Bruttodividende in Zeile 15 etc. hinzugerechnet, richtig?
    Ja, richtig (Ausnahme: Dividenden aus Deutschland).

    Allerdings wäre die Günstigerprüfung vis-a-vis der Quellensteuer in einem Fall wie meinem, in dem 0 EUR abgeführt wurden, doch egal?
    Trotzdem muss man alles angeben (das die Zeile 52 imho keine Pflicht ist hatte ich ja schon gesagt).

    Stefan

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  • pvwg
    antwortet
    Zitat von reckoner Beitrag anzeigen

    Doch, kannst du, Quellensteuern werden extra ausgewiesen (unter "Dividenden"). Wenn das bei dir nicht der Fall ist hattest du wohl keine.
    Ob diese ausgewiesenen Quellensteuern dann auch anrechenbar sind musst du selber ermitteln, es gibt da je nach Land sehr unterschiedliche Regelungen.

    Weil bei der Günstigerprüfung halt alle Angaben erforderlich sind.
    Oder weil es dir etwas bringt, dann sind die Angaben - aus deiner Sicht - natürlich auch erforderlich. Du kannst aber gerne auf die Anrechnung verzichten, Pflicht ist das nicht (zahlst du halt doppelt Steuern).
    Danke. Unter Dividenden steht tatsächlich eine Null. Daher gibt es zwar nichts anzurechnen, in Deutschland bin ich aber ja weiter mit mind. 26,375 % Quellensteuerpflichtig? Entsprechend wurde ja auch die Bruttodividende in Zeile 15 etc. hinzugerechnet, richtig? Allerdings wäre die Günstigerprüfung vis-a-vis der Quellensteuer in einem Fall wie meinem, in dem 0 EUR abgeführt wurden, doch egal?

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